Stadtkirche in Wermelskirchen Konzert des Posaunenchors mit klingenden Glocken und sausenden Schlitten

Wermelskirchen · Das Weihnachtskonzert des Posaunenchor begeisterte das Publikum in der Wermelskirchener Stadtkirche. Und dabei wurden 1550 Euro für die Schlaganfallhilfe gesammelt.

Die Wermelskirchener Stadtkirche war beim jährlichen Weihnachtskonzert des Posaunenchors wie immer sehr gut gefüllt.

Die Wermelskirchener Stadtkirche war beim jährlichen Weihnachtskonzert des Posaunenchors wie immer sehr gut gefüllt.

Foto: Jürgen Moll

Der Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde in Wermelskirchen hat schon alles gesehen: Schneemassen, die sich vor der Türe der Stadtkirche häuften. Frühlingshafte Temperaturen, zu denen weihnachtliche Melodien erklangen. Und immer mal wieder Dauerregen. Ganz egal, welches Wetter draußen gerade aufspielt: In der Stadtkirche wird am Abend des zweiten Advents schon ein bisschen Weihnachten. Dafür sorgt Dirigent Martin Weidner Jahr um Jahr mit einem bunten Programm – und seinem stattlichen Posaunenchor.

Am Sonntagabend versuchte sich das Ensemble programmtechnisch an einer neuen Idee: Die Musiker hatten das Stück „Nun komm der Heiden Heiland“ in das Zentrum ihres Weihnachtskonzerts gestellt – in verschiedenen Fassungen. „Dieses Lied war früher eines der bekanntesten Weihnachtslieder und hatte im Gesangbuch die Nummer Eins“, erzählte der Dirigent und eröffnete das Konzert mit den für viele inzwischen eher unvertrauten Klängen.

Manfred Jetter steuerte Gedanken zum Text bei, während die Musiker der Melodie immer wieder ein neues Gewand gaben. Zwischenzeitlich nahmen die Instrumente sogar einen eindrucksvollen Dialog mit der Orgel auf.

Immer mal wieder würzte der Posaunenchor das vorweihnachtliche Programm mit internationalen Melodien: „Ukrainian Bell Carol“ brachte zum ersten Mal am Konzertabend Glöckchen zum Klingen und nutzte das musikalische Echo des Chores – erst kraftvoll, dann weicher. Besonders beliebt beim großen Publikum, das für eine proppenvolle Stadtkirche sorgte, waren die amerikanischen Melodien.

Weihnachtsmärkte 2023 in Solingen, Remscheid und Bergisches Land
Infos

Die schönsten Weihnachtsmärkte im Bergischen Land 2023

Infos
Foto: Jürgen Moll

„Die Jingle Bells Fantasy“ brachte den Klassiker von James Lord Pierpont in ganz verschiedenen Stimmungen zum Klingen. Die Musiker vermochten es, den Schlitten zum Sausen und die Glöckchen zum Läuten zu bringen. Vom Schlagzeug bis zur Flöte: Das Stück machte Spaß und bekam entsprechenden Jubel vom Publikum.

Wer an dieser Stelle schon mitgesummt hatte, stieg dann spätestens bei den vertrauten deutschen Adventsliedern selbst mit ein. Ulrike Donner übernahm bei den meisten Mitsingstücken engagiert das Dirigat – und zauberte mit den Musikern neben den begleitenden Tönen bewegende Melodien im Vorspiel. Das Konzert klang traditionell mit „Tochter Zion“ aus. Gute Gewohnheit ist auch der gute Zweck, dem der Posaunenchor sein Konzert an Weihnachten widmet.

Am Ausgang nach dem Konzert sammelt das Ensemble seit Jahren für eine heimische Initiative. Dieses Mal hatte der Posaunenchor die Schlaganfallhilfe ausgewählt. Brigitte Hallenberg kam gerne zum Konzert und freute sich bei der Spendenübergabe am nächsten Tag über 1550 Euro, die der Vorstand des Posaunenchores überreichte.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort