Wermelskirchen: Symbolischer Spatenstich zum Umbau des Eifgenstadions

Umbauarbeiten beginnen mit Leichtathletik-Anlage: Erster Spatenstich startet  Eifgen-Stadion-Umbau

Vertreter von Stadtverwaltung, Sportvereinen und Schulen leiteten symbolisch den Neubau der Sportanlage im Bereich für die Leichtathletik ein.

Nach der endgültigen Abwicklung der Formalitäten, wie dem Vertragsabschluss zwischen der Stadtverwaltung und dem SV 09/35, ist nun der erste praktische Schritt getan – wenn auch erst einmal symbolisch. Vertreter von Schulen und Vereinen sowie der Wermelskirchener Verwaltung stachen die ersten Spaten in den Aschebelag auf dem oberen Tennenplatz im Eifgen-Stadion. Dort erfolgt mit der Umsetzung einer Leichtathletik-Anlage der erste Abschnitt des Stadion-Umbaus, der schließlich mit einem Kunstrasen-Fußballplatz auf dem jetzigen Rasen-„Acker“ endet.

Die Vereine hätten sich mit dringenden Bitten an die Politik gewandt, um zeitgemäße Fußballplätze zu bekommen, erinnerte Bürgermeister Rainer Bleek: „Bis 2015 hatten wir in Wermelskirchen keinen einzigen, jetzt nimmt der dritte Formen an.“ Bei dem Umbau des Eifgen-Stadions ginge es um die wichtigste Anlage in Wermelskirchen, da sie neben dem Fußball eine wichtige Funktion für den Schulsport einnehme.

So kamen mit Anna Remus, Stephanie Keitel und Christian Oveley (alle Gymnasium) sowie Nils Biermann und Torsten vom Stein (beide Sekundarschule) auch Lehrer zum ersten Spatenstich. „Wir sind froh, dass es gemacht wird. In Zukunft haben wir mehr Platz, mehr Möglichkeiten und eine bessere Nutzbarkeit – das macht den Unterricht planbarer und flexibler“, blickte Torsten vom Stein im Gespräch mit dieser Zeitung aus. Für den WTV kam Walter Thiel, der ebenso auf das Sport-Abitur am Gymnasium abhob: „Die Schüler trainieren zur Vorbereitung bei uns im Verein mit. Dadurch gewinnen wir neue Mitglieder und sogar Übungsleiter.“

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Leichtathlet Thiel lobte, dass Schulen und Vereine mit in die Planungen einbezogen wurden, wenn auch Abstriche unter dem Kostenaspekt weh getan hätten: „Leichtathletik ist ein Randsport mit nicht allzu großer Lobby. Vielleicht müssen wir im neuen Eifgen-Stadion beispielsweise damit leben, dass die Anlaufbahn zur Weitsprung-Grube nicht ausreichend lang für die Wettbewerbsnorm ist.“ Da würden dann Anlaufmatten als Behelfslösung eingesetzt: „Das ist ein Nachteil, mit dem man jedoch leben muss.“ Und weiter: „Wir warten ab, sind positiv gestimmt und zuversichtlich, dass es eine gute Lösung geben wird.“

Der gesamte Umbau des Eifgen-Stadion wird laut Bürgermeister Rainer Bleek eine Million Euro kosten: „Wir können diesen Kostenrahmen durch Eigenleistung vom Betriebshof und vom SV 09/35 einhalten.“ Eine Aufwertung von Sportanlage und Hüpp-Park durch das Integrierte Entwicklungs- und Handlungskonzept sei obendrein zu erwarten. Mit den Beigeordneten Stefan Görnert und Thomas Marner, Harald Drescher vom Tiefbau- sowie Andreas Voß vom Jugendamt brachte Bleek eine stattliche Riege aus der Verwaltung mit. Wermelskirchens erster Bürger vergaß dabei den Vorsitzenden des Sportausschusses, Karl-Heinz Wilke, der beruflich bedingt fehlte, nicht: „Er hat sich maßgeblich bei der Planung engagiert.“

Ein wenig erfreuliches Signal sendete Rainer Bleek in Richtung Dhünn. Der Umbau des dortigen Fußballplatzes wäre „nicht zu machen“, solange sich die Stadt im Haushaltssicherungskonzept befände: „Aufgrund der Gegebenheiten ist der dortige Umbau der teuerste von allen. Der Umbau in Dabringhausen, Pohlhausen und im Eifgen-Stadion funktionierte und funktioniert, weil wir eine längerfristige Wirtschaftlichkeit darstellen konnten – dafür sind auf der Dhünner Anlage die Umbaukosten schlicht zu hoch.“

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