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Vereinsticker: Kegelclub schiebt seit zehn Jahren eine ruhige Kugel

Vereinsticker : Kegelclub schiebt seit zehn Jahren eine ruhige Kugel

Der ehemalige Damen-Kegelclub "Flotte Kugel" feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Die Kegelschuhe haben die sieben Damen zwar schon vor zehn Jahren an den Nagel gehangen, die Geselligkeit haben sie aber eisern beibehalten. Einmal im Monat treffen sie sich zum Abendessen und fliegen jedes Jahr zum Ballermann.

Auf ihren Wochentrip "nach Malle", freuen sich die Kegel-Damen Ingrid Wieler (74), Erika Hermann (77), Brigitte vom Stein (72) und "Gruppenküken" Sabine Röttger (52) aus Wermelskirchen sowie Marianne Steinmetzler (71), Helga Albrecht (79) und Ulla Wefering aus Hückeswagen, jedes Jahr aufs Neue. Das sei der Höhepunkt des Jahres, berichtet Wefering.

Die 69-Jährige ist die Seele des siebenköpfigen Kegelvereins, der eigentlich gar keiner mehr ist. "Als vor zehn Jahren die erste Hüft-OP anstand, und es uns hier und dort mal immer wieder wehtat, haben wir das Kegeln aufgegeben. Zuletzt haben wir ohnehin nicht mehr viel gekegelt, sondern nur noch zusammen zu Abend gegessen und gequatscht", erzählt Wefering und muss dabei lachen. Aus "Spaß und Tollerei" gründete sich der Verein "Flotte Kugel" im September 1991. Seitdem gehörte auch immer eine gemeinsame Fahrt nach Mallorca dazu. Das haben sie auch weiter beibehalten. "Seit 25 Jahren fliegen wir jedes Jahr im September nach Mallorca, in unser Hotel Neptuno an den Ballermann", erklärt Wefering. "Auch in unserem Alter haben wir noch viel Spaß daran." Was die Damen auf der Partyinsel anstellen, kann man sich angesichts ihres verschmitzten Lachens nur vorstellen. "Man kennt uns dort schon." Aus der "flotten" Kugel ist mittlerweile eine "ruhige" Kugel geworden. "An Turnieren und Wettkämpfen haben wir ohnehin nie teilgenommen. Uns ging es immer nur um die Geselligkeit." So war auch allen klar, als die körperlichen Wehwehchen bei den Kegeldamen Überhand nahmen, dass sie zwar das Kegeln, aber nie ihre Gemeinschaft aufgeben würden. Wie sie sich kennenlernten und zusammenfanden, das wissen die heiteren Seniorinnen heute gar nicht mehr so genau. "Irgendwie haben wir zueinander gefunden", sagt Wieler. Und das soll auch noch lange so bleiben. C. SEGOVIA-BUENDÍA

(RP)