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Leben & Lernen: Die OGS St. Michael ist jetzt offiziell ein "Haus der kleinen Forscher"

Leben & Lernen : Die OGS St. Michael ist jetzt offiziell ein "Haus der kleinen Forscher"

Als erster Offener Ganztag in Wermelskirchen und im gesamten Nordkreis ist die OGS St. Michael jetzt als "Haus der kleinen Forscher" zertifiziert worden. Diese Auszeichnung bekommen Schulen, Offene Ganztage und Kindergärten, die sich in besonderem Maße für das Forschen in den sogenannten MINT-Fächern engagieren, also in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

"Durch die spielerische Vermittlung von wissenschaftlichen Phänomenen möchten wir den Nachwuchs für Naturwissenschaften begeistern. Ich gratuliere der OGS und allen Schülern, dass sie erfolgreich diesen Weg gegangen sind", sagte Kreisdirektor Dr. Erik Werdel, der mit Bürgermeister Rainer Bleek die Urkunde sowie die Plakette übergab. Und wer weiß, vielleicht tragen die kleinen Forscher mit ihrer Begeisterung für die Naturwissenschaften in Zukunft dazu bei, dem Fachkräftemangel entgegenzusteuern.

Die Kinder der OGS berichteten während einer kleinen Feierstunde auch von ihren liebsten Forschungsprojekten. Dazu zählen etwa duftende Luftballons, die Herstellung von Gemischen, um Raketen starten zu lassen und auch das Züchten von "magischen Pflanzen". Auf dem Schulhof präsentierten sie den Gästen zudem weitere spannende Experimente. "Ich bin stolz darauf, dass die OGS St. Michael als erster Ganztag im Nordkreis die Zertifizierung erhält", sagte Rainer Bleek, den gleichzeitig die große Begeisterung der Kinder für die naturwissenschaftlichen Phänomene beeindruckte.

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Damit eine Bewerbung zu einer Zertifizierung erfolgreich ist, muss das Forschen als fester und regelmäßig wiederkehrender Bestandteil in den pädagogischen Alltag integriert sein. Daneben ist es wichtig, dass die Projekte, Beobachtungen und Versuche schriftlich dokumentiert werden. Zusätzlich sind die Pädagogen dazu verpflichtet, sich in regelmäßigen Workshops weiterzubilden.

Für die Zertifizierung setzte sich bei der OGS St. Michael besonders Rotraud Esgen ein. Die Pädagogin besuchte verschiedene Workshops, in denen sie gelernt hat, wie naturwissenschaftliche Phänomene kindgerecht und spannend vermittelt werden. Dieses Wissen trug sie an ihre Kolleginnen weiter, die sie jetzt dabei unterstützen, die Kinder für Naturwissenschaften zu begeistern. "Insgesamt hat es vom ersten Gedanken bis zur Zertifizierung zwei Jahre gedauert", sagte Thomas Droege, Geschäftsführer der Katholischen Jugendagentur, in deren Trägerschaft die OGS ist, mit Blick zurück. Organisiert wurden die Kurse vom MINT-Netzwerk Rhein-Berg in Kooperation mit den außerschulischen Lernort-Partnern Aqualon und Metabolon. Die Fortbildungen griffen Aspekte rund um das Thema Wasser auf.

"Das Haus der kleinen Forscher nimmt die Kinder mit und weckt Neugierde, schließlich sind wir alle als kleine Forscher auf die Welt gekommen", sagte der Schulrat des Rheinisch-Bergischen Kreises, Christoph Lützenkirchen.

(ser)