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Stadt Wermelskirchen: Immer wieder Müll an der Balkantrasse

Bürgermonitor in Wermelskirchen : Immer wieder Müll und Glasscherben auf der Balkantrasse

Mit mehr Besuchern auf der Trasse wächst leider auch die Menge des Mülls, den einige Zeitgenossen ganz bewusst lieber liegen lassen statt ihn ordnungsgemäß wieder einzupacken und zu entsorgen.

Wenn das Wetter draußen schön ist, lockt es viele Menschen ins Freie. So ist das seit einiger Zeit auch auf der Balkantrasse. Doch mit mehr Besuchern auf der Trasse wächst auch die Menge des Mülls, den einige Zeitgenossen ganz bewusst lieber liegen lassen statt ihn ordnungsgemäß wieder einzupacken und zu entsorgen. Das stellt auch Frank Schopphoff bei seinen zahlreichen Radtouren in Richtung Bever fest.

„Immer, wenn wir morgens und abends über die Balkantrasse fahren, beobachten wir auf der Ruhebank neben der Beltener Brücke Radler oder Fußgänger, die sich ausruhen oder die Abendsonne genießen. Wir freuen uns darüber, solange man sich nicht asozial verhält“, sagt er. Denn seit einigen Tagen beobachtet der passionierte Radfahrer verstärkt junge Leute, die mit Pizza-Kartons und Getränken kommen, um dort den Abend zu verbringen. „Leider verlassen sie den schönen Ort vermüllt. Für das rücksichtslose Verhalten gibt es kein Verständnis, da der Müll neben der Bank und mittlerweile auch Glassplitter eklig und gefährlich sind“, kritisiert Schopphoff. Immerhin treffen sich auf der Trasse auch Familien und damit auch viele Kinder.

Die Stadt sorge zwar regelmäßig dafür, dass der Müll entsorgt wird, aber als Pädagoge hat Schopphoff einen besonderen Vorschlag: „Vielleicht den Müll einfach mal bewusst nicht wegmachen und per Schild die Bürger um Verständnis bitten, dass der Müll nicht ständig von der Stadt entsorgt werden kann“, sagt er. Bewusst die Stelle mal nicht zu säubern, habe vielleicht einen erzieherischen Effekt. „Da sitzen immer viele gut gelaunte Menschen, die für eine schöne Stimmung sorgen, aber mit dem Müll, da muss mal was passieren“, findet Schopphoff. Das sei kein Dauerzustand. Der Kragen sei ihm dieser Tage auch deshalb geplatzt, weil jetzt auch Scherben an der Trasse liegen, was für Radfahrer denkbar ungünstig sei.

Die Stadt Wermelskirchen kündigt auf Nachfrage unserer Redaktion an, sich die Stelle anzuschauen und gegebenenfalls sofort zu handeln. „Wir verfolgen ja immer eine offensive Strategie gerade im Umgang mit Müllproblemen“, sagt Kämmerer Dirk Irlenbusch. Man versuche, auf alle Entwicklungen zu reagieren. So würden die Containerstandorte fast täglich kontrolliert. „Das Ordnungsamt fährt da regelmäßig vorbei, das könnten wir jetzt auch mit dieser Stelle auf der Trasse machen, die uns bislang so noch nicht bekannt war“, sagt Irlenbusch.

Eigentlich habe man entlang der Trasse genügend Mülleimer installiert, wobei es sich bei dem Exemplar an der betroffenen Stelle um einen sehr kleinen Behälter handelt. „Vielleicht könnten wir einfach auch einen größeren Eimer aufstellen oder den bestehenden häufiger leeren“, sagt Irlenbusch. Pizzakartons gehörten ja eigentlich auch gar nicht in solche Eimer, und so sei es eben auch die Strategie der Stadt, die Müllbehälter möglichst kleiner zu halten, um unbelehrbare Zeitgenossen nicht dazu zu verleiten, ihren Restmüll in den Eimern zu entsorgen. „Die Auswahl der Gefäße ist eine Gratwanderung“, meint der Stadtkämmerer.

Und er weist auf die Möglichkeit für alle Wermelskirchener Bürger hin, Missstände auch über den Mängelmelder der Stadt – zu finden auf der städtischen Homepage – zu melden. „Wir sind froh über jeden Hinweis, nur dann können wir reagieren“, sagt er.
www.wermelskirchen.de

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