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Wermelskirchen: Stadt stellt Pläne für Loches-Platz vor

Wermelskirchen : Stadt stellt Pläne für Loches-Platz vor

In einer Sondersitzung am 20. Mai werden Politik und Öffentlichkeit informiert. Zudem soll jenseits der Dellmannstraße eine Parkpalette gebaut werden.

Die Entwicklung des Loches-Platzes nimmt langsam Fahrt auf. Bei der Stadtverwaltung sind in den vergangenen Monaten zehn Bebauungsvorschläge von neun Investoren eingegangen. Diese wird die Verwaltung der Politik in einer öffentlichen Sondersitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr am Mittwoch, 20. Mai, vorstellen.

Außerdem soll der Ausschuss die Verwaltung beauftragen, den marktgerechten Wert des Loches-Platzes bei einem Komplettverkauf zu ermitteln. Die Verwaltung beabsichtigt, so heißt es in der Vorlage für den Fachausschuss, bei dem Kaufpreis zuzüglich einen Preisaufschlag zu bilden - damit soll der Bau einer Parkpalette in unmittelbarer Nähe der Innenstadt mitfinanziert werden, um das immer größer werdende Problem der fehlenden Parkplätze für Dauerparker zu lösen. Als Standort für eine neue Parkpalette komme zum Beispiel das Gelände der Dreslerschen Fabrik neben der "Tafel" Vorm Eickerberg infrage, schlägt die Stadt vor.

Die Verwaltung hat die Bebauungspläne der Investoren nach folgenden Kriterien geprüft: Einzelhandel, Städtebau, Kirmes, Denkmalpflege, ruhender Verkehr, fließender Verkehr, Planungsrecht/Baurecht. Da die Kriterien von unterschiedlicher Bedeutung für das Projekt sind, hat die Verwaltung eine Gewichtung vorgenommen, die von der Politik in der Sitzung bestätigt werden soll. Demnach hat der Punkt Einzelhandel (u.a. Verträglichkeit, Branchenmix, Betreiberqualität) die höchste Priorität, gefolgt von der Kirmes, dem ruhenden Verkehr (Parkplätze, Erschließung etc.) sowie dem fließenden Verkehr (Auswirkungen auf das Verkehrssystem). Die Rangfolge wird abgeschlossen durch die Punkte Städtebau (zum Beispiel Platzform, Integration in vorhandene städtebauliche Strukturen, Architektur), Denkmalpflege (u.a. Integration der Denkmäler, Reaktivierung der Rückseite der Bürgerhäuser, Ausbildung eines Platzes neben den Bürgerhäusern) sowie Planungsrecht (Baugrenzen, Geschossigkeit, Baurecht).

Sollten die Mitglieder des Fachausschusses der Gewichtung zustimmen, wird die Verwaltung Kontakt zu den neun Investoren aufnehmen und sie darüber in Kenntnis setzen. Dies könne dazu führen, dass einige Entwürfe noch einmal geändert werden sollen. Die punktbesten Bewerber erhalten die Möglichkeit, an Defiziten zu arbeiten und ihre Pläne zu verfeinern. "Die Bewerber mit den wenigsten Punkten erhalten eine Absage", teilt die Verwaltung mit. Den Investoren werde für die Verfeinerung ihrer Pläne eine Frist von etwa einem Monat eingeräumt.

Die favorisierten Bewerber werden in einem weiteren Schritt einer näheren Überprüfung unterzogen, vor allem hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und der angefragten künftigen Mieter. Außerdem sollen in einem städtebaulichen Vertrag Fragen zur Gestaltung, Bauzeit/Fertigstellung sowie Kündigungsklauseln beantwortet werden.

Mi. 20. Mai, 17 Uhr, Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr, Sondersitzung, Bürgerzentrum, Telegrafenstraße 29-33.

(RP)