Wermelskirchen: Stadt sieht genügend Platz für größere Sekundarschule

Wermelskirchen: Stadt sieht genügend Platz für größere Sekundarschule

Politik fragt nach Option einer Erweiterung. Stadt rät von einer späteren Aufstockung des Gebäudes ab.

Das wohl größte Neubauprojekt in der Geschichte Wermelskirchens ist auf die Schienen gesetzt: der Neubau für die Sekundarschule auf dem Gelände der auslaufenden Realschule. Wie berichtet, gab eine klare Mehrheit im Stadtrat grünes Licht für eine Fünfzügigkeit und für höhere Baukosten, die aufgrund der größeren Dimension anfallen. Die Liberalen blieben ihrer Linie treu. Sie lehnten das Neubauvorhaben zwar ab, Fraktionschef Jürgen Manderla betonte allerdings, dass seine Fraktion die Sekundarschule an sich voll unterstütze.

Nach dem Vortrag des Schulentwicklungsplaners in der Sitzung des Stadtrats gab es auch leise Zweifel, ob eine Fünfzügigkeit auf Dauer ausreiche und wie eine spätere Sechszügigkeit schon jetzt sichergestellt werden könnte. So warf die WNKUWG noch einmal die Frage nach einer späteren möglichen Erweiterung auf, sollte sich eine Sechszügigkeit abzeichnen - sei es wegen steigender Nachfrage, steigender Schülerzahlen oder eines Rückgangs der Auspendler unter den Schülern. Fraktionsvorsitzender Henning Rehse: "Wir würden die Auspendler gerne nach Wermelskirchen zurückholen."

Die Überlegung, den Neubau so zu konzipieren, dass er bei Bedarf aufgestockt werden kann, habe die Stadt inzwischen prüfen lassen, erklärte Thomas Marner, Technischer Beigeordneter. Um rund eine Million Euro würde sich der Neubau verteuern. Vor allem müsse die Statik des Gebäudes verändert werden. Diese Variante empfehle er nicht. Es bestehe aber die Möglichkeit, bei Bedarf in unmittelbarer Nähe ein Nebengebäude zu errichten. Nochmals unterstrich Stefan Görnert, der als Erster Beigeordneter auch für den Schulbereich zuständig ist: "Wir planen bedarfsgerecht, nicht darüber hinaus. Wir wollen eine zukunftsfähige Schule."

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Ein Controlling regte SPD-Fraktionsvorsitzender Jochen Bilstein an. "Wir wünschen uns, dass in den Sitzungen laufend über die Bau- und Kostenentwicklung informiert wird."

Derweil nimmt die Schulleitung den Beschluss über die Fünfzügigkeit mit Erleichterung auf. "Wir haben versucht, darauf hinzuwirken", sagte Christian Schuldt, stellvertretender Leiter der Sekundarschule. Auch wenn der Kostenrahmen für den Neubau gesteckt ist und Schulbaurichtlinien Standards setzen, werde die Schule in Gespräche zwischen Stadtverwaltung und dem Architekturbüro Brochheuser/Lüttinger mit einbezogen. Dabei gehe es auch darum zu klären, inwieweit die Wünsche der Pädagogen an die räumliche Gestaltung - Klassen-, fach- und Differenzierungsräume - berücksichtigt werden können.

(pd)
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