Wermelskirchen Stadt legt Flächennutzungsplan für neues Seminarhaus in Stumpf aus

Wermelskirchen · Im Mai 2017 hatte der Stadtrat eine Änderung des Flächennutzungsplans für das Gelände an der Großen Ledder in Stumpf beschlossen. Seit dieser Woche liegt der Plan bis zum 19. Juni öffentlich im Rathaus an der Telegrafenstraße aus. Im Mittelpunkt der Planungen stehen der Bau eines zusätzlichen Seminarhauses sowie weitere Parkplätze auf dem Seminargelände von Bayer.

Weil sich die Bayer Real Estate weiterentwickeln und ihr Gelände auch der Öffentlichkeit immer weiter öffnen möchte, reichen die bisherigen Kapazitäten nicht mehr aus. Die Belegungszahlen steigen stetig, immer mehr Seminarveranstaltungen finden in Stumpf statt. Das macht bauliche Erweiterungsmaßnahmen unumgänglich, aber auch entsprechende Ausgleichsmaßnahmen für die Eingriffe in die Natur. Um die Pläne umzusetzen, müssen ein neuer Bebauungsplan aufgestellt und der bestehende Flächennutzungsplan geändert werden.

Ausgelegt wird auch ein Umweltbericht, der sich zu den zu erwartenden Auswirkungen auf die Umwelt äußert. Er umfasst über die Verträglichkeitsprüfung hinaus auch Angaben zu den Kompensationsmöglichkeiten durch den Eingriff in Natur und Landschaft. Beleuchtet werden Auswirkungen auf Mensch, Tiere, Pflanzen, auf Landschaft, Boden und Wasser sowie auf Luft, Klima und Kulturgüter. Im Juli 2017 rechnete die Stadtverwaltung nicht mit größeren Einwänden gegen das Projekt.

Bayer möchte die Fläche nord-westlich seines Konvent-Hauses (über die K 16/Irlenweg zu erreichen) entwickeln. Dort sollen 15.000 Quadratmeter Ackerfläche entwickelt werden. Geplant seien 6800 Quadratmeter für ein neues Seminarhaus und 5200 Quadratmeter für zusätzliche Parkplätze, die aufgrund der steigenden Belegungszahlen langfristig erforderlich werden. Was den Planern wichtig ist: Im Randbereich wird eine bis zu 15 Meter breite Grünfläche angelegt, um Bäume, Sträucher und sonstige Pflanzen zu erhalten.

Im Gegenzug zu der Erweiterung nimmt Bayer ein bestehendes Baufenster (4600 Quadratmeter) in der Nähe des Hauptgebäudes zurück. Dabei handelt es sich um eine ökologisch hochwertige Hochwaldfläche, die künftig von jeglicher Bebauung freigehalten wird.

Öffentliche Auslegung seit vergangenem Dienstag noch bis Dienstag, 19. Juni - immer montags und mittwochs, 8 bis 12 und 12.30 bis 16 Uhr, dienstags, 8 bis 12 und 12.30 bis 17 Uhr, donnerstags, 8 bis 12 und 12.30 bis 17.30 Uhr und freitags, 8 bis 12 Uhr, Rathaus, Telegrafenstraße.

(RP)