Wermelskirchen: Stadt erwägt neue Parkplatz-Anordnung

Wermelskirchen : Stadt erwägt neue Parkplatz-Anordnung

Wie können Rangier-Unfälle an der Telegrafenstraße vermieden werden? Stadt und Polizei haben dazu Ideen erarbeitet. Im Gespräch ist auch eine neue Anordnung der Stellplätze. Unfallkommission entscheidet, ob Handlungsbedarf besteht.

Die Telegrafenstraße wird künftig in der Statistik der Polizei wohl nicht mehr als Unfallschwerpunkt gelistet werden - davon gehen Stadtverwaltung und Kreispolizei nach aktuellem Stand aus. Bei einem Treffen am Mittwoch wurde das Thema Unfälle und Geschwindigkeit auf der Telegrafenstraße diskutiert. "Wir werden das Unfallgeschehen bis Ende des Jahres beobachten, sind aber der Meinung, dass die Telegrafenstraße als Unfallhäufungspunkt wegfallen wird", sagt der Technische Beigeordnete Dr. André Benedict Prusa auf BM-Anfrage.

Foto: Hertgen, Nico (hn-)

Zum Hintergrund: Die Telegrafenstraße war in der Statistik für 2012 erstmals als Unfallbrennpunkt gelistet worden, weil sich mehrere Pkw-Unfälle ereignet hatten, an denen Radfahrer (zu der Zeit galt noch der gegenläufige Radverkehr) und Fußgänger beteiligt waren. In den vergangenen eineinhalb Jahren habe es lediglich drei größere Unfälle auf der Telegrafenstraße gegeben, berichtet Prusa. In einem Fall war ein Fahrer gegen ein Verkehrsschild gefahren, zweimal wurden Fußgänger von Autos angefahren. An diesem Punkt will die Stadt aber ansetzen. "Es passiert leider immer mal wieder, dass Fußgänger angefahren werden. Und das möchte ich vermeiden", betont der Dezernent.

Da Passanten nach dem Innenstadtumbau an jeder Stelle die Straße ohne Probleme queren können und einige Stellen nicht gut einsehbar sind, müsse man laut Prusa eventuell nachsteuern. Stadt und Polizei haben bei dem Treffen Ideen erarbeitet, durch die solche Rangier-Unfälle vermieden werden sollen. Es gibt mehrere Varianten, die zu Papier gebracht werden. Eine Idee ist zum Beispiel eine neue Anordnung der Parkplätze, "so dass die Autofahrer nicht mehr so viel rangieren müssten". Durch eine solche Änderung würde die Straße auf Autofahrer automatisch anders wirken - eventuell könnte dadurch auch die Geschwindigkeit reduziert werden. Nähere Details zu den Varianten nennt Prusa bislang nicht.

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Nach der Ausarbeitung werden die Varianten der Unfallkommission vorgeschlagen. Letztere entscheidet in den nächsten Wochen, ob Handlungsbedarf besteht. "Sollte dies der Fall sein, könnten wir einen Verkehrsversuch, der ein Jahr dauert, in Angriff nehmen", sagt Prusa. Er versichert, die Politik regelmäßig im Fachausschuss über den Stand der Dinge zu informieren.

Sollte die Unfallkommission keinen akuten Handlungsbedarf sehen, habe die Stadt die Möglichkeit, sogenannte unterschwellige Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation umzusetzen - zum Beispiel Veränderungen bei Markierungen.

(RP)
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