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Sport in Wermelskirchen: Judo-Club macht Rad-Tour um Wupper-Talsperre

Radtour vom Judoclub Wermelskirchen : Judo-Club bereitet sich auf erste Trainingseinheiten vor

27 Mitglieder haben bei einer Fahrrad-Tour um die Wupper-Talsperre mitgemacht. Der Verein will es seinen Sportlern hingegen bald wieder ermöglichen, das Judo-Training auf der Matte aufzunehmen.

Die Mitglieder vom Judoclub Wermelskirchen (JCWK) fühlen sich längst nicht mehr nur auf den Matten in ihrer Trainingshalle wohl. Nachdem sie im Rahmen der Reihe „Judo meets...“ bereits Erfahrungen auf dem Tennisplatz gesammelt hatten, schwangen sich jetzt 27 Löwen auf den Sattel ihrer Fahrräder. Auf dem Programm stand eine 30 Kilometer lange Radtour um die Wupper-Talsperre, die allen 27 Judoka, die in die Pedale getreten haben, viel Spaß gemacht hat. Organisator Jens Harms freute sich nicht nur, dass alle unversehrt zurück am Ziel ankamen, sondern vor allem darüber, „dass in der JCWK-Familie alle so toll zusammenhalten.“

„Judo meets...“ soll auf jeden Fall weitergehen. Und als erstes steht „Judo meets Judo“ auf dem Plan. Im Club beginnen die Vorbereitungen für einen sanften Wiedereinstieg in den Kontaktsport. „Unsere Mitglieder sind aufgerufen, sich für den startenden Trainingsbeginn anzumelden. Allerdings wird nichts so sein wie vorher“, sagt Cheftrainerin Katrin Seide. Dafür sorgen schon die strengen Hygienevorgaben.

Ein normales Judotraining in geselliger Runde ist nicht möglich, weil die Gruppen aus höchstens fünf festgelegten Paaren bestehen. Die Partner dürfen zwischendurch nicht wechseln. Eine Routine, die eigentlich zum Judo-Training dazu gehört. Außerdem werden die Kids im Club noch eine lange Zeit auf ihre Spiele innerhalb der Gruppe verzichten müssen. Trotzdem ist es ein erster Schritt, wenn die ausgeliehen Matten aus den heimischen Wohnzimmern zurück ins Sportkarree kommen und dort genutzt werden.

Dass das Training Zuhause aber funktioniert hat, bewiesen Helge von Grünberg, Leon Börsch und Ole Schmitz. Sie hatten sich online auf die Gürtelprüfung der beiden höchsten Schülergrade vorbereitet. Digital war das manchmal nicht einfach, aber ihr Durchhaltevermögen hat sich ausgezahlt: Den braunen Gürtel binden sich jetzt von Grünberg und Börsch um, Schmitz freut sich über den blauen Gürtel.

Davon sind die Schwestern Jara und Nike Köhnen noch etwas entfernt, aber auch sie erfüllten sich einen kleinen Judotraum. Jara bestand souverän die Prüfung zum gelb-orangen Gürtel. Nike hatte mit der Nervösität zu kämpfen, meisterte die Herausforderung dann aber.