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Wermelskirchen: SPD: Freibadzuschuss nur für Trägerverein

Wermelskirchen : SPD: Freibadzuschuss nur für Trägerverein

Für die SPD-Fraktion hat das Freibad Dabringhausen nur eine Chance, wenn der Förderverein das Freibad ab 2013 als Trägerverein übernimmt. Das ist das Ergebnis einer Haushaltsklausur-Tagung der Fraktion.

Diese Absichtserklärung müsste bis zum 23. April erfolgen, so SPD-Fraktionsvorsitzender Jochen Bilstein. Dann wäre die SPD bereit, für 2012 maximal 100 000 Euro als Zuschuss bereitzustellen.

Gleichzeitig verlangt die SPD dann aber vom Rat "klare Garantien für den Bestand städtischer Infrastruktur vor allem für Familien, Kinder und Jugendlichen". Denn: Ein Zuschuss von maximal 100 000 Euro für 2012 und maximal 75 000 Euro in den Folgejahren dürfe nicht zu Kürzungen in der Katt, im Kulturbereich, der Stadtbücherei und der Musikschule ("Keine Restschule") führen. Kindertagesstätten müssten genügend Plätze für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung stellen können, die Neuordnung der Schullandschaft dürfe nicht in eine Schuldenfalle führen, das Hallenbad müsse eine langfristige Chance erhalten und der Sport vor allem für Jüngere erschwinglich bleiben. Auch die Entschuldung dürfe nicht auf den St. Nimmerleinstag verschoben werden.

Dass der Förderverein erhebliche Spendenmittel zugesagt bekommen habe, beeindrucke die SPD tief ("ehrliches Engagement der Ehrenamtler"), so Bilstein in einer Pressererklärung. Als "rein populistisches Werben um Wähler aus Dabringhausen" sieht die SPD hingegen die neuerlichen Aufrufe, Vorschläge und neuen Berechnungen. "Dabei geht es eigentlich nicht mehr wirklich um das Freibad und die Förderer", so Bilstein. Allen Beteiligten müsse klar sein, dass jede Lösung zur Rettung des Freibades eine "dauerhafte Subventionierung mit städtischen Mitteln" erfordere; die Mittel kämen aus dem Stadtsäckel, in den alle Wermelskirchener Steuerzahler einzahlen und dies eine Angelegenheit aller Bürger und nicht nur der eines Ortsteils sei.

Sportstättengebühr

Sportstättengebühren sind nach Ansicht der SPD-Fraktion unumgänglich — sie müsse für alle Sportstätten, Hallen, Plätze und Bäder erhoben werden. Sportgruppen für Kinder und Jugendliche müssten dabei erheblich weniger belastet werden als die von Erwachsenen. Den Verwaltungsvorschlag (je Halleneinheit pro Stunde fünf Euro) hält die SPD für überzogen. Die großen Vereine müssten Kosten von über 30 000 Euro auf Mitglieder umlegen. Der SPD-Vorschlag: je Hallenstunde 2,50 Euro, Sportplatz drei Euro und Hallenbad zehn Euro. Kurse für Kinder und Jugendliche werden um 50 Prozent ermäßigt.

Kritisch gesehen wird die Ausweisung von Mehrzweckräumen als Sportstätten — dies könne nur für den Raum in der Grundschule in Hünger gelten. FRAGE DES TAGES

(RP)