1. NRW
  2. Städte
  3. Wermelskirchen

Sparkasse Wermelskirchen: keine Fusion mit Rade und Hückeswagen

Aus der „Hochzeit“ wird nichts : Sparkasse Wermelskirchen: keine Fusion mit Rade und Hückeswagen

In einer gemeinsamen Pressemitteilung haben am Freitag die beiden Bürgermeister und die Bürgermeisterin der drei beteiligten Städte mitgeteilt, dass die Sondierungsgespräche nicht zum Ziel geführt haben.

Es wird keine Fusion der Sparkasse Wermelskirchen mit der Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen geben. Das teilen jetzt die Bürgermeister/Bürgermeisterin der drei Städte in einer gemeinsamen Pressemitteilung kurz mit. Auf Nachfragen zu den Hintergründen dieser Entscheidung reagierten sie ungewohnt einsilbig: Kein Stadtoberhaupt war bereit, ein Statement dazu abzugeben.

„Im Frühjahr dieses Jahres haben die Verwaltungsräte der Sparkassen Wermelskirchen und Radevormwald-Hückeswagen beschlossen, ergebnisoffene Sondierungsgespräche über einen möglichen Zusammenschluss der beiden Sparkassen zu führen. Nach mehreren intensiven Gesprächen konnte ein gemeinsames strategisches Zielbild für die Zukunft nicht gefunden werden. Daher haben die Verwaltungsräte der beiden Sparkassen beschlossen, die Gespräche nicht weiterzuführen. Beide Sparkassen werden weiter in guter Nachbarschaft verbunden sein und sich wie bisher partnerschaftlich unterstützen.“ Das ist der Text der Pressemitteilung, die am Freitag versandt wurde.

  • Radeln an der Kräwinklerbrücke
    Mobilität in Radevormwald : Erster Rad(l)ertreff findet im Bürgerhaus statt
  • Pfarrer Marc D. Klein und Henry
    Kirchengemeinde in Radevormwald : Katholiken führen Gespräche auf dem Markt
  • Am 24. Juni hat die Stadt
    Diversität statt Wiedervereinigung in Kaarst : Bürgermeisterin sagt Festakt ab

Ende Juni wurden die Mitarbeiter über erste Gespräche einer möglichen Hochzeit beider Sparkassen informiert. Eine Woche später platzte der Online-Artikel von „Finanz-Szene.de“ in die Gespräche und brachte die Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen in die Bredouille. Darin war die Rede von diesem Geldinstitut als „Deutschlands schlechteste Sparkasse“. In dem „Finanz-Szene.de“-Beitrag schreibt der Autor unter anderem, die Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen habe in vier der zurückliegenden fünf Geschäftsjahre – gemessen am Betriebsergebnis vor Bewertung – rote Zahlen geschrieben. Die laufenden Erträge reichten nicht aus, um die Verwaltungsaufwendungen zu decken, heißt es in dem Bericht. Offensichtlich hat die Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen auch im Anlagegeschäft kein glückliches Händchen gehabt, in dem die Erlöse in der gleichen Zeit um etwa ein Drittel gefallen sind, schreibt der Autor. Auch von zu hohen Personalkosten war die Rede.

Der Stadtsparkasse Wermelskirchen hingegen stellt der Autor eine sehr gute Bewertung aus. Er kommt zu dem Schluss: „Hier fusioniert ein Vorzeige-Institut mit einem, gelinde gesagt, Problemfall.“