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Wermelskirchen: Sparkasse tut viel für Bürger

Wermelskirchen : Sparkasse tut viel für Bürger

Die Stadtsparkasse engagiert sich für Wermelskirchen: Sie zahlt eine Million Euro Gewerbesteuer im Jahr, beschäftigt und bildet 130 Mitarbeiter aus. Und sie hält vier Millionen Euro in ihrer Bürgerstiftung bereit.

Das Unwort des Jahres 2012 ist im Wermelskirchen für manch einen Leidtragenden schon gefunden: Sparen, lautet es. Mit Sparen hat vor allem auch die Stadtsparkasse zu tun; aber sie schüttet auch Kapital aus, tut mehr für die Bürger, als manch einer weiß. Deshalb wundert sich Sparkassendirektor Rainer Jahnke auch, dass die Gelder der Bürgerstiftung, die mittlerweile einen Stand von vier Millionen Euro erreicht hat, von den Wermelskirchener Vereinen und Institutionen bei weitem nicht abgerufen werden.

Ob dies aus Unkenntnis geschehe, vermöge er nicht zu sagen. "Aber ich fordere doch bei jeder Spendenübergabe dazu auf, Anträge an die Bürgerstiftung zu stellen", betont Jahnke. 83 077 Euro sind laut Jahnkes Bilanzen im vergangenen Jahr aus der Bürgerstiftung an insgesamt 16 Antragsteller vergeben worden. Damit sei aber nicht das ausgeschöpft worden, was maximal zur Verfügung gestanden hätte, sagt der Sparkassendirektor. Das wundere ihn vor allem angesichts der Einsparungen, die die Stadt zu ihrer Haushaltskonsolidierung auch bei vielen Vereinen angekündigt habe.

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Bürgerstiftung nicht bekannt

Weitere 73 064 Euro seien an 27 Empfänger als Spenden der Sparkasse und aus dem PS-Sparen im vergangenen Jahr geflossen. So habe die Sparkasse seit 1993 bereits aus ihrer Bürgerstiftung, die vormals als Kulturstiftung firmierte, bis dato insgesamt fast 1,22 Millionen Euro vergeben. Bis 2013 hofft Jahnke bei den angestrebten fünf Millionen Euro Stiftungskapital angelangt zu sein. Dann könnten ab 2014 jährlich 100 000 Euro vergeben werden. "Anträge sind stets und jederzeit willkommen", ermuntert er Vereine, Gruppierungen, Institutionen. "Allerdings werden keine Bauten gefördert, keine laufenden Kosten", betont Jahnke.

Das Kuratorium, das über die Vergabe der Gelder aus der Bürgerstiftung entscheidet, achte auch immer darauf, dass der Antragsteller auch Eigenleistung erbringe: "Wir fördern deshalb Projekte nie zu 100 Prozent, wir wollen auch das bürgerschaftliche Engagement dahinter sehen", verdeutlicht Jahnke. "Wir tun aber noch mehr für die Stadt", berichtet Jahnke. So zahle die Stadtsparkasse jährlich eine Million Euro Gewerbesteuer. Bei einem Gesamt-Gewerbesteueraufkommen der Stadt von 17,5 Millionen sei das doch schon eine ansehnliche Summe, meint Jahnke.

Außerdem gehöre die Stadtsparkasse mit ihren 130 Mitarbeitern zu den zehn größten Arbeitgebern in Wermelskirchen. Der überwiegende Teil der Mitarbeiter stamme aus der Stadt. Und als Ausbilder nehme die Sparkasse jährlich bis zu 18 Jugendliche auf, die bei entsprechender Leistung auch sehr gute Chancen auf eine spätere Anstellung hätten.

(RP)