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Sitzungsparty der Dhünnschen Jecken mit namhaften Akteuren des Kölschen Karnevals

Dhünnsche Jecken : „Funky Marys“ lassen Funken überspringen

Die Sitzungsparty der Dhünnschen Jecken holt wieder namhafte Akteure des Kölschen Karnevals in die Mehrzweckhalle.

Stolz und Freude stand den Mariechen und Offizieren der Tanzgarde der Dhünnschen Jecken ins Gesicht geschrieben: Beim Auftritt der angesagten Kölschen Damen-Band „Funky Marys“ durften die blau-gelbe Garde mit auf die Bühne und den Hit „Ich will danze“ tänzerisch begleiten. Der Liedtitel ist für die Garde Programm, schließlich gehört eine eigene Choreographie zu diesem Song seit gut zwei Jahren zum Repertoire.

Die „Funky Marys“ ließen die Funken närrischen Frohsinns vollends überspringen. Mit 360 Besuchern blieb in der Dhünner Mehrzweckhalle bei der 15. Auflage der Sitzungsparty der Dhünnschen Jecken kaum ein Platz an den langen Tischreihen frei. Das Publikum erlebte ein hochkarätiges Bühnenprogramm, das über fünf Stunden namhafte Kräfte des Kölner Karnevals ins Dorf an der Dhünn holte und mit der „hauseigenen“ Tanzgarde sowie dem Dhünnschen Männerballett heimische Kräfte präsentierte.

Auch wenn er keine Zahlen nennen wollte, stellte der Vorsitzende der Dhünnschen Jecken, Volker zu Bergen, im Gespräch mit unserer Redaktion fest, dass solch ein Programm nur durch zahlreiche Sponsoren, ein ausverkauftes Haus und durch viele ehrenamtliche Helfer, die für ihren Einsatz beim Auf- und Abbau sowie während der Veranstaltung nicht bezahlt werden müssen, zu stemmen ist: „An so einem tollen Abend spricht man nicht über Geld“, sagte zu Bergen, der freudig auf die feiernde Schar blickte, die sich spätestens beim Auftritt „Der jungen Trompeter“, ein Duo aus den Brüdern Markus und Peter Rey, von den Sitzplätzen erhoben hatte und ab dann hauptsächlich im Stehen tanzte, klatschte und schunkelte.

Die Band „Otto & Co.“, seit elf Jahren bei jeder Sitzungsparty der Dhünnschen dabei, sorgte für närrische Live-Musik-Klänge in den Umbaupausen und natürlich für den einen oder anderen Tusch. Beim Auftritt der „Tanzmäuse“ aus Bielstein flogen die Mariechen Salto schlagend über die Bühne – das Maskottchen der Bielsteiner, eine Plüschmaus, gesellte sich für die Zeit des Auftritts zum Teddy-Maskottchen der Dhünnschen. „Was kommt denn bei den beiden heraus?“, fragte der Jecken-Geschäftsführer und Moderator des Abends, Mayk Dinstühler. Antwort des „Tanzmäuse“-Kommandanten Dennis Gründler: „Auf jeden Fall ein Tanzmariechen.“

Eine schier nicht enden wollende Schlange von Narren zog in die Mehrzweckhalle ein, als die Kölner Bürgergarde Blau-Gold an der Reihe war. Die Kölner waren mit Garde, Tanzpaar sowie Tambour- und Hornistencorps nach Dhünn gekommen: knapp 150 Personen in drei Reisebussen. „Es ist immer wieder schön, auf unserer kleinen Bühne ein echtes Traditionscorps in solch einer Größenordnung zu haben“, kommentierte Dinstühler.

Dass der Kommunalwahlkampf seine Fühler in den Karneval ausstreckt, war in Dhünn nicht zu übersehen: Während Bürgermeister Rainer Bleek nebst Gattin Alexandra naturgemäß zu den Gästen zählte, mischten sich auch seine bisher nominierten Herausforderer, Marion Lück im kölschen Rot-Weiß, und Marco Frommenkord, der im Schottenrock eine Wermelskirchen-Fahne schwenkte, unter das Publikum. Ein besonderen Ehrengast begrüßten die Jecken in Person von Heinz Voetmann. Der 91-jährige Ehrenbürger Wermelskirchens ließ es sich nicht nehmen, zum Mikrofon zu greifen: „Danke für den Orden – in meiner Amtszeit als Bürgermeister habe ich einige Orden mehr bekommen. Aber ich vermisse das Mädchen, das mir den Orden überreicht hat – ich würde sie gerne noch mal bützen.“