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Situation für Obdachlose in Wermelskirchen schnell verbessern

Situation der Obdachlosen in Wermelskirchen : Obdachlosigkeit –Runder Tisch soll endlich mal tagen

Im November 2019 beschloss die Politik einen Runden Tisch, um Lösungen für Obdachlose zu finden. Bis heute hat der Arbeitskreis nicht getagt. Nun soll neuer Schwung in die Bemühungen kommen.

Die Situation für Obdachlose in der Stadt soll sich verbessern. Darin sind sich alle Fraktionen einig. „Das geht uns aber alles zu langsam“, befand Monika Müller (CDU) im Ausschuss für Soziales und Inklusion und bekam Unterstützung vom Ausschussvorsitzenden Andreas Willinghöfer. „Das Thema wabert so vor sich hin. Das ist zu wenig“, erklärte der und erinnerte an den CDU-Antrag auf Bildung eines Runden Tisches.

Auch nach anderthalb Jahren habe dieser Runde Tisch noch nicht getagt, um Lösungen für eine bessere Begleitung und Unterbringung von Obdachlosen zu finden. Er forderte mehr Rückenwind von der Politik für dieses Thema. Die Corona-Krise dürfe nicht dazu führen, dass wichtige Prozesse ausgebremst würden.

Währenddessen erinnerte Bürgermeisterin Marion Lück daran, dass die Inzidenzwerte aktuell so hoch seien, dass Ausschüsse und Arbeitsgruppen weiterhin auf Präsenztreffen verzichten sollen. Sie schlage einen Termin für Juli vor – im besten Fall persönlich, sonst aber als digitale Konferenz. Marion Lück erinnerte aber auch: „Es ist nicht so, dass seit anderthalb Jahren überhaupt nichts passiert ist.“ Die Einstellung von Streetworker Marc Spies komme auch den Obdachlosen zugute.

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Die Betreuung der Menschen ohne Dach über dem Kopf sei seitdem deutlich intensiviert worden. „Es ist uns gelungen, einige Menschen zurück zu integrieren“, berichtete sie. Im Winter sei die Stadt auf einen Mann aufmerksam gemacht worden, der trotz eisiger Temperaturen in seinem Auto geschlafen hatte. „Wir haben eine Lösung gefunden“, erzählte Lück. Allerdings wolle nicht jeder Obdachlose vermittelt werden. Und auch Wohnraum zu finden, sei eine Herausforderung. Die Situation in der Unterbringung Kenkhausen sei nach wie vor „nicht schön“.