Wermelskirchen: Sicht auf die Straße wird weiter versperrt

Wermelskirchen : Sicht auf die Straße wird weiter versperrt

An der schwierigen Parksituation an der Pohlhauser-/Ecke Flurstraße hat sich seit einem Jahr nur wenig verändert. Die Verkehrsbesprechung hat ein Halteverbotsschild angeordnet. Nun kommt das Thema noch einmal auf die Tagesordnung.

Der Stress für Hans Herman Engels und sicher viele andere Anwohner der Flurstraße beginnt auf dem Weg zur Arbeit schon morgens, wenn sie aus der Wohnstraße auf die Kreisstraße 8 fahren. Die Pohlhauser Straße ist eine viel befahrene Straße - von links kommen Fahrzeuge aus dem Wohngebiet oder aus Remscheid, von rechts nutzen viele diese Kreisstraße als Abkürzung von der Autobahn Richtung Remscheid. Als Hindernis erweisen sich für Anwohner der Flurstraße parkende Autos direkt an der Einmündung - "wir müssen uns zentimeterweise vortasten." Das sei schwierig - und auch gefährlich, beschreibt Engels die Situation.

Schon vor einem Jahr hatte er sich bei unserer Redaktion gemeldet. "Ich bin dann mit dem Zeitungsartikel zur Stadt gegangen. Dort wollte man sich drum kümmern. Geschehen ist nichts", kritisiert Engels. Dabei wäre eine Lösung der seiner Ansicht nach schwierigen Verkehrssituation ganz einfach. Auch für die parkenden Anlieger auf der Pohlhauser Straße. "Warum wird für die ersten zehn bis 20 Meter von der Einmündung her nicht ein Parkverbot eingerichtet. Danach können doch die Autos ohne Probleme stehen. Dann ist auch die Sicht für die Autofahrer wieder möglich", lautet sein Vorschlag, den er bereits vor einem Jahr unterbreitete. Nach seinem Verständnis seien doch 15 Meter vorgeschrieben, in denen niemand nach einer Einmündung parken dürfte. Engels hofft immer noch, dass die Stadtverwaltung ein Einsehen habe und man auch an die Bewohner der Flurstraße denke.

Den Vorwurf, nichts getan zu haben, weist Tiefbauamtsleiter Harald Drescher energisch zurück. "Die Verkehrsbesprechung hat im Mai 2016 die Anregung aufgegriffen und das Thema besprochen", sagt er auf Anfrage unserer Redaktion. Dabei sei ein Halteverbot links von der Ausfahrt aus der Flurstraße ausgesprochen worden. Da sei die Straße noch schwieriger einsehbar, so die Entscheidung damals, weil unmittelbar dahinter ein Überweg sei. Die Straßenverkehrsbehörde, in diesem Fall die Stadt, vertrete den Standpunkt, dass nicht überall Halteverbotsschilder aufgestellt werden können.

Drescher berichtet, dass die Polizei diese Stelle wohl beobachte. Es sei aber kein Unfallschwerpunkt. "Unfälle haben sich dort noch nicht ereignet." Dennoch verspricht er, das Thema noch einmal in die nächste Verkehrsbesprechung mitzunehmen. "Wir tagen wahrscheinlich im März."

BM-Leser Engels hat aber noch eine Anregung für diese Verkehrsbesprechung. "Auf der Pohlhauser Straße in Höhe der Häuser 12/14 stehen oft Fahrzeuge auf der Fahrbahn in Richtung Pohlhausen." Autos müssten dort immer wieder anhalten, denn für einen Gegenverkehr sei die Straße zu schmal. "An dieser Stelle gibt es einen breiten Gehweg. Warum wird nicht auch hier, wie in anderen Straßen, der Gehweg fürs Parken teilweise freigegeben?" Hier reiche ein halber Meter vom Gehweg, mit einer weißen Linie abgetrennt. "Der Bürgersteig müsste auch für Mütter mit Kinderwagen dann breit genug sein", sagt er am Bürgermonitor-Telefon.

(RP)
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