Wermelskirchen: Selfie mit dem Nikolaus vor Schneekulisse

Wermelskirchen: Selfie mit dem Nikolaus vor Schneekulisse

Wermelskirchen: Bergische Weihnachten 2017 vor herrlicher Schneekulisse

Fast noch begehrter als die süßen Gaben aus dem Korb des Nikolauses waren am Wochenende bei Groß und Klein ein Schnappschuss oder Selfie mit dem Mann im roten Mantel. Der Grund liegt auf der Hand: Das winterliche Schneewetter zauberte mit seiner weißen Pracht eine Kulisse auf den Markt "Bergische Weihnachten", die Wermelskirchen seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt hat. Glück hatten dabei diejenigen, denen es gelang, den verschneiten, höchsten Naturweihnachtsbaum Deutschlands zumindest teilweise in den Bildhintergrund zu rücken.

Als Moderator auf und neben der Bühne wurde der WiW-Geschäftsführer André Frowein nicht müde, immer wieder darauf hinzuweisen, dass doch jeder Smartphone-Besitzer unbedingt ein Selfie von sich und der mit Lichterketten verzierten, vom Schnee wie mit Puderzucker überzogenen Mammutkiefer zu machen: "Wir sind froh über die tolle Dekoration, die uns der Winter frei Haus geliefert hat. Dieser Anblick ist einmalig."

Wermelskirchens "wandelndes Archiv" in Sachen Einzelhandelsverband und Marketingverein, WiW-Ehrenvorsitzender Henning Conrads, erinnerte sich genau: "Solch einen Schneefall zum Weihnachtsmarkt erlebten wir zuletzt genau vor 20 Jahren am 6. Dezember 1997, als Heinrich Niehaves noch Bürgermeister war." Damals fand der Nikolaus vom Schwanenplatz zum Platz am Fuße der Carl-Leverkus-Straße trotz Schnee und Glätte statt. Auch in diesem Jahr: Am Samstag allerdings aus Sicherheitsgründen ohne Pferde und Kutsche, denn die Gefahr, dass die Tiere ausrutschten, erschien den Veranstaltern berechtigterweise zu hoch. So machten sich Martin Rimroth als Nikolaus und Hans-Georg Lesnick als Hans Muff mit den "Bergischen Engelchen" sowie zahlreichen Kinder und deren Eltern und Großeltern zu Fuß auf den Weg durch die Innenstadt.

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Im Vergleich zum Vorjahr erwarteten deutlich weniger Menschen den "roten" und "schwarzen" Mann an der Bühne am Naturweihnachtsbaum - hier musste WiW dem Wetter seinen Tribut zollen. "Wegen des Wintereinbruchs haben wir weniger Besucherfrequenz als 2016 auf dem Markt", beobachtete Frowein. Viele dürften die Anreise mit dem Auto gescheut haben. Damit verbunden war jedoch ein angenehmer Nebeneffekt: War im Vorjahr durch die Menschenansammlung nach dem Nikolausumzug das Gedränge unter dem Weihnachtsbaum zwischen den Hütten derart groß, dass ein Durchkommen für die Besucher und genauso für den Nikolaus fast unmöglich war, konnten sich Akteure und Gäste nunmehr deutlich angenehmer zwischen den 30 Hütten und Ständen bewegen.

"Wir haben die Hütten wie immer zu einem Drittel mit Speisen und Getränken, zu einem Drittel mit Vereine sowie einem weiteren Drittel mit Kunsthandwerk bestückt, um eine ausgewogene Mischung an Ausstellern zu haben", beschreibt André Frowein das Konzept von "Bergische Weihnachten". Noch nicht gut angenommen wurde die Idee, dass Gruppen stundenweise eine von drei beheizten Hütten zum Verweilen anmieten. "Das ist typisch für eine solche Neuerung - das muss sich erst herumsprechen, damit die Menschen das im Kopf präsent haben", so Frowein.

(RP)