Wermelskirchen: Sekundarschule wird wohl fünfzügig

Wermelskirchen: Sekundarschule wird wohl fünfzügig

Die Zahlen für die Entwicklung der Schülerzahlen liegen jetzt vor. Das vorläufige Fazit der Schulentwicklungsplanung: Die Sekundarschule wird fünfzügig stabil laufen; die Klassenzahl wird leicht oberhalb von fünf Zügen liegen.

Der Stadtrat kann nun am Montag, 18. Juni, eine Entscheidung treffen, wie es mit der Sekundarschule am Standort Rot-Kreuz-Straße weitergehen soll. Denn der Gutachter für den Schulentwicklungsplan der künftigen Schülerzahlen im Primarbereich hat seine Einschätzung über die Zügigkeit der Sekundarschule für die Ratssitzung geliefert. Das vorläufiges Fazit des Büros Thomaßen Consult aus Köln: "Die Sekundarschule wird stabil fünfzügig laufen." Wobei der zweite Satz dann schon wieder Raum lässt für weitere Diskussionen. Denn: "Tendenziell liegt die Klassenzahl eher leicht oberhalb von fünf Zügen."

Eigentlich sollte schon der Haupt- und Finanzausschuss eine Empfehlung Anfang Mai abgeben. Doch CDU und FDP stellten sich quer. Und folgten damit auch der Kritik des Rechnungsprüfungsamtes. Das empfahl den Ratsmitgliedern, die Aktualisierung des Schulentwicklungsplans abzuwarten, um dann "auf einer fundierten und nachvollziehbaren Basis die Zügigkeit der Sekundarstufe 1 für Sekundarschule und Gymnasium gegebenenfalls neu festzulegen", so Hiltrud Betke als Leiterin des unabhängigen Rechnungsprüfungsamtes damals.

Zudem steigen die Kosten bei einer Fünfzügigkeit dieser Schule auf 32,5 Millionen Euro. Das sind rund 5,5 Millionen Euro mehr als bei der Vierzügigkeit.

Ob es gar eine Sechszügigkeit werden dürfte bei den vorliegenden Aussagen des Gutachters, muss abgewartet werden. Schließlich war im Fachausschuss über eine mögliche Erhöhung der Investitionen für eine Sechszügigkeit gesprochen worden. Christian Klicki (CDU) erklärte, wenn das Ergebnis des Schulentwicklungsplans ein sechszügiger Ausbau wäre, würde man das tun. Dazu soll sich der Gutachter aber mündlich im Stadtrat äußern. Eine Tendenz hat er jetzt bereits schriftlich vorgelegt. Laut Büro Thomaßen Consult liegt der Bedarf an Plätzen im Sekundarbereich 1 (Gymnasium und Realschüler) bei durchschnittlich mehr als 250 Schülern pro Jahrgang. Das macht neun bis zehn Klassen aus - ohne die Berücksichtigung von Effekten bei Ein- und Auspendlern. Bis 2028 dürften dann die Klassen mit über 30 Schülern gefüllt sein.

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Die Schülerzahlen der Sekundarschule werden sich etwa bei 800 bis 2028 einpendeln - höher als zurzeit Real-/Hauptschule und Sekundarschule zusammen. Zuletzt hatte die Realschule mit Hauptschule 2014 die Marke von 800 erreicht - gemeinsam mit dem ersten Jahrgang der Sekundarschule. 2008 lag die Schülerzahl von Real- und Hauptschule bei knapp 1400.

Zugrunde legt das Gutachterbüro für ihre Einschätzung die Zahlen der Bevölkerungsentwicklung. Damit wird bis 2028 mit einer durchschnittlichen Geburtenzahl von 311 Kindern gerechnet - nur 2014 lag sie bei 358.

Damit dürfte der Baubeschluss für die Sekundarschule an der Rot-Kreuz-Straße nur noch eine Frage noch Tagen sein. Unklar ist bis dahin, ob der "Ernebau" über das Jahr 2019 hinaus als Übergangslösung benötigt wird. Pläne dazu gibt es noch nicht. Aber: Die VHS soll in einen Gebäudetrakt der Hauptschule umziehen, und auch für den Jahrgang 5 der Sekundarschule muss Platz geschaffen werden.

(RP)