Wermelskirchen: Sekundarschule - Eltern und Schüler besichtigen Ernebau

Wermelskirchen : Sekundarschule - Eltern und Schüler besichtigen Ernebau

Am 14.Juni informierten die Schulleitung der Sekundarschule und Vertreter der Verwaltung über die Einschulung der fünften Klassen. Dabei war eine angespannte und gereizte Stimmung zu spüren. Die neuen Schüler werden im sogenannten Ernebau, am Standort der Realschule an der Rote-Kreuz Straße, eingeschult.

Der Name leitet sich von der schweizerischen Firma ERNE AG Holzbau ab. Diese Firma hat sich spezialisiert auf Holzkonstruktionsbauten für Bildung, Gesundheit, Industrie und Wohnen.

Während auf dem Infoabend noch von Provisorium und Scheune gesprochen wurde, stimmte die Besichtigung doch die Eltern um. "Das Gebäude ist topp, alle Räume sind gut und die technische Ausstattung ist hervorragend", sagte Birgit Sköries, Leiterin der Realschule. Klassenräume, Fachräume, Lehrerzimmer und Mensa - bis zu den Toiletten wurde alles besichtigt. "Sieht gut aus, alles sauber, prima", war die Meinung.

Christian Moritz war mit seiner Tochter Leonie zu Besuch. "Warum so ein Gebäude abgebaut werden soll, verstehe ich nicht", sagte er und fragte sich auch, warum es für die Festlegung der Fünfzügigkeit ein Gutachten benötigt. "Ist denn im Rathaus niemand in der Lage die Schüler zu zählen?", fragte er. Sicher steckt im Gutachten mehr als nur die Schülerzahl. Dennoch sind die vielen Gutachten, die für unterschiedliche Dinge beauftragt werden, für Bürger offenbar ein rotes Tuch. "Das Geld wäre sicher für die Schulen besser angelegt", sagte Moritz. Wie alles Neue muss sich auch dieser Schulstandort einspielen. "Busverbindungen und Unterrichtszeiten werden wir, wenn nötig, anpassen", versprach Dietmar Paulig, Schulleiter der Sekundarschule. Die neunten und zehnten Klassen der Realschule haben andere Pausenzeiten als die Kleinen von der Sekundarschule. Auch hier gab es Befürchtungen der Eltern. "Da sollten Sie sich keine Sorgen machen", sagte Schulleiterin Sköries. "Die Realschüler haben sich angeboten, Patenschaften für die neuen Schüler zu übernehmen. Das klappt schon." Auch der Erste Beigeordnete, Stefan Görnert, sowie Andreas Voß vom Amt für Jugend, Bildung und Sport waren zum Termin erschienen. "Vielleicht hat es im Vorfeld zu wenig und zu spät Informationen gegeben", räumte Voß ein. Und Görnert versprach ein Entgegenkommen bei den Zuschüssen zu den Fahrtkosten. Die können teilweise anders ausfallen als am Standort im Ostviertel.

Ob die Schule einen eigenen Namen erhalten soll, ist noch nicht klar. Gerade gibt es in Radevormwald Streit und Diskussion bei der Namensfindung der dortigen Sekundarschule. "Bis zur Fertigstellung ist ja noch ein bisschen Zeit. Prüfen und Diskutieren werden wir das aber sicher", sagte Görnert.

(wsb)
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