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Schulen in Wermelskirchen brauchen mehr Steckdosen

Digitalisierung in Wermelskirchen : Schulen brauchen mehr Steckdosen

Digitalpakt: Elektroversorgung ist überaltert und muss erneuert werden. Kommunalpolitiker stellen 3,4 Millionen Euro für für die Schulen bereeit.

3,4 Millionen Euro haben der Haupt- und Finanzausschuss sowie der Wermelskirchener Stadtrat einstimmig für den „Digitalpakt Schule“ auf den Weg gebracht. Diese Mittel werden im anstehenden Doppelhaushalt 2022/2023 vor allem zur Schaffung von Infrastruktur und Sanierung der Elektroversorgung an den Wermelskirchener Schulen bereitgestellt. Wie die Stadtverwaltung betont, war die Entscheidung dringend nötig, denn: „Um eine zeitliche Verzögerung und die Einhaltung des Förderzeitraumes bis Ende 2025 nicht zu gefährden, ist es erforderlich, die Planungsaufträge zu Beginn des Jahres 2022 zu erteilen.“

Wie Hochbauamtsleiter Hartwig Schüngel im Ausschuss betonte, ginge es in erster Linie nicht um Endgeräte wie Tablets oder PCs, sondern um Bereiche wie Verkabelung, Server, Netzwerke und die dafür in vielen Fällen aufzurüstende Stromversorgung. Zur Ausführung der geplanten Maßnahmen steht eine Fördersumme von etwa 877.000 Euro zur Verfügung – ohne den städtischen Eigenanteil von zehn Prozent. Den taxiert das Amt für Gebäudemanagement auf knapp 87.700 Euro.

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Die Gesamtkosten der Maßnahmen verteilen sich unterschiedlich auf die einzelnen Schulen: Für Maßnahmen am Gymnasium (Haupt- und Nebenstelle) sind nicht ganz zwei Millionen Euro (alle Angaben brutto) vorgesehen, in die Grundschule Dhünn werden 174.000, in die in Dabringhausen 279.500 Euro gesteckt. Am Grundschulstandort Tente sollen 155.500, an dem in Hünger 131.500 Euro verbaut werden. Für die Grundschule Schwanen sieht der Digitalisierungs- und Infrastrukturplan der Stadt etwa 337.000 Euro vor, für die Katholische Grundschule St. Michael 335.000 Euro. Bei der Sekundarschule hätten die beteiligten Fachämter bewusst nur Endgeräte eingeplant, da eine politische Entscheidung zur weiteren Vorgehensweise beim Projekt Sekundarschule ausstehe: Für die Beschaffung von Endgeräten für die Sekundarschule sind 68.500 Euro vorgesehen

Wie die Stadtverwaltung im Fachausschuss erläuterte, geht mit dem weiteren Aufbau der digitalen Infrastruktur die Erweiterung der Stromversorgung, beispielsweise der Installation zusätzlicher Steckdosen, einher. Bei der ersten Planung zur Erweiterung hätten die Fachämter festgestellt, dass in fast allen Schulen die Elektroverteilung stark veraltet und nicht mehr erweiterbar ist.

Dabei sähen die einzelnen Umsetzungen vor, durch Zusammenlegung der Maßnahmen gewisse Synergien bei der Herstellung von Installationswegen und Leitungsführungen in den Gebäuden zu nutzen.