Im Gespräch mit Ioannis Vasilakos: Schnelles Netz für alle Schulen

Im Gespräch mit Ioannis Vasilakos: Schnelles Netz für alle Schulen

Ioannis Vasilakos ist IT-Ansprechpartner der Stadtverwaltung für Schulen in Wermelskirchen. Sobald die Computertechnik hakt, ist er gefragt.

Warum ist es in Wermelskirchen so schwer, alle Schulen auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen?

Vasilakos Im Gymnasium wurde 2017 die Internetleitung aufgerüstet. Es hat mittlerweile die schnellste Internetverbindung. In der Ausstattung und Performance der Hardware besteht zwischen der Waldschule und Schwanenschule kein Unterschied. Allerdings verfügt die Waldschule aufgrund des Neubaus über mehrere Netzwerkanschlüsse. In der Schwanenschule müssen zusätzliche Netzwerkleitungen erst sukzessive verlegt werden.

Was soll sich durch den Medienentwicklungsplan für Schulen ändern?

Vasilakos Im Medienentwicklungsplan sind Ausstattungsregeln definiert, die das Ziel verfolgen, alle Schulen gleich zu behandeln. Er soll eine gute Basis für die IT-Infrastrukturen der Schulen schaffen, um zukünftig schnelleres Internet und WLAN flächendeckend zur Verfügung stellen zu können.

Was setzt das voraus?

  • Schnelles Netz für alle : Viele Schritte in die Digitalisierung von Schulen

Vasilakos Dass in allen Schulen Breitband-Internet verfügbar ist und in jedem Klassenraum ausreichend IT-Anschlüsse für Whiteboards, eine PC-Medienecke und ein Access Point vorhanden sind. Die geplanten Fördermittel des Bundes werden uns bei der Umsetzung stark unterstützen.

Woran hapert es noch?

Vasilakos Um die Technik in den Schulen nach vorne zu bringen, spielen mehrere Akteure eine Rolle. Bei der Digitalisierung der Schulen arbeiten Stadtverwaltung, Schule, Land und Internet-Anbieter zusammen. Diese Kooperation muss besser koordiniert werden.

An vielen Schulen läuft das Projekt "Bring Your Own Device", bei dem Schüler eigene Geräte im Unterricht einsetzen dürfen. Warum nicht hier?

Vasilakos Für das Projekt "Bring Your Own Device" muss es ein sinnvolles Konzept geben. Wenn jeder Schüler mit eigenem Gerät auf den Datei-Server des Schulnetzwerkes zugreifen möchte, muss sichergestellt werden, dass ein Antivirenschutz-Programm installiert ist. Wenn jeder Schüler ein anderes Hardware-Modell besitzt, besteht eine unterschiedliche Ausstattung, was die Hard- und Software-Administration nicht vereinfacht. Aus meiner Sicht eignet sich das Konzept nur für die Bereitstellung einer Internetverbindung, worüber Schüler zu Themen recherchieren.

(RP)
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