Wermelskirchen: Schnäppchen-Jagd in der Katt

Wermelskirchen: Schnäppchen-Jagd in der Katt

Für Kinderkleidermärkte hat pünktlich zum Frühling die Hochsaison begonnen. Mütter und Väter sind an den Wochenenden unterwegs, um Kinderkleidung und Spielzeug loszuwerden und einzukaufen.

Vor der Katt stapeln sich die Kisten. Eine Stunde, bevor Besuchermengen die Halle stürmen, schleppen Aussteller voll bepackte Kisten. Kinderkleidung, Spiele, Bobby Cars, Kinderleuchten: Es gibt nichts, was es hier nicht gibt. Sandra Titz-Toselli und Angela Toselli sind bereits alte Hasen, wenn es um die Teilnahme an Kinderkleidermärkten geht. Gleich zu Beginn des Jahres haben sie mehrere Standkarten gekauft, um bei der beliebten Frauenkleider- und Kindersachenbörse in der Katt dabei zu sein. "Wir stehen immer am liebsten in der kleinen Halle", sagen die beiden Frauen, während sie Kiste für Kiste zum Eingang tragen. Da sei die Akustik besser.

Eine halbe Stunde haben die Aussteller in der Katt zum Aufbau. "Ganz schön stressig", finden die beiden Frauen und erwarten gespannt, dass sich die Türen öffnen. Bis dahin stellen sie Kisten und Tapeziertische vor dem Nebeneingang ab. "Die größte Arbeit haben wir jetzt schon hinter uns", verrät Sandra Titz-Toselli. Denn das Aussortieren der Kleiderschränke der Kinder nimmt die meiste Zeit in Anspruch. Kiste für Kiste wird dann gepackt, manches bleibt im Keller stehen für den nächsten Markt, anderes wird mitgenommen. "Und die Kinder entscheiden dann, welche Spielsachen aussortiert werden können", erzählt Sandra Titz-Toselli. Für den Markt in der Katt sind vier große Kisten, dazu ein paar Kartons zusammengekommen. Andere schleppen zahlreiche Boxen, Umzugskartons und Säcke Richtung Katt. Dort treffen die Aussteller an den verschiedenen Eingängen aufeinander. Eine junge Mutter, die heute zum ersten Mal als Verkäuferin beim Markt dabei ist, blickt aufmerksam in einen Karton mit Schuhen. "Welche Größe? Und was sollen sie kosten?" fragt sie und dreht die Sandalen in den Händen. Preis und Größe gefallen und die junge Frau hat ihr erstes Schnäppchen gemacht, bevor die Türen geöffnet und sie selbst etwas verkauft hat.

Als das Katt-Team um punkt halb elf die Türen öffnet, wird es hektisch. Die Aussteller stürmen in die Hallen. Die Zeit ist knapp, die Auslage soll so attraktiv wie möglich aussehen. Sandra Titz-Toselli und Angela Toselli arbeiten Hand in Hand. In Windeseile entsteht auf dem Tapeziertisch ein buntes Angebot.

  • In vielen Schritten zu einem Traumhaus : Die Villa Kunterbunt wird ein Zuhause

Währenddessen steht Betriebsleiterin Eva-Maria Ponsar auf den Stufen in der großen Halle und schaut sich das Gewusel an. "Wir könnten jeden Sonntag einen Markt anbieten", sagt sie, "das Interesse ist groß." Allerdings sei ein monatlicher Markt für das Katt-Team personell nicht zu stemmen. 100 Aussteller kommen an diesem Sonntag in die Katt, im nächsten Monat werden es ebenso viele sein. "Wir machen das seit 25 Jahren und sind jetzt am Limit", sagt die Betriebsleiterin. Mehr Aussteller können nicht untergebracht werden. Viele Verkäufer seien Stammgäste, die sich am Anfang des Jahres gleiche mehrere Standkarten kaufen. "Aber es kommen auch immer Eltern dazu, die wir noch nicht kennen", sagt Eva-Maria Ponsar. Der Einzugsbereich erstreckt sich inzwischen auch über das Bergische Land hinaus. "Zwischendurch haben wir auch mal einen Zwillingsmarkt getestet", erzählt sie. Aber die Börse für alle hat viele treue Fans.

Früher ließ die Katt den Eltern fünf Stunden Zeit zum Einkaufen. "Aber am Ende gab es immer Leerlauf", erinnert sich die Betriebsleiterin. Inzwischen öffnet der Markt nur noch von 11 bis 13 Uhr die Türen. "Und das reicht auch", sind sich Sandra Titz-Toselli und Angela Toselli einig, die pünktlich zum Start fertig geworden sind mit ihrem Stand. Kurz bevor die Uhr elf schlägt, haben sich vor den Türen schon Schlangen gebildet: Die Jagd auf das beste Schnäppchen, die schönste Sommerkleidung und die seltensten Stücke kann beginnen.

(resa)
Mehr von RP ONLINE