Wermelskirchen: Schmalt fordert Funktionsstelle für künftige Förderschule

Wermelskirchen: Schmalt fordert Funktionsstelle für künftige Förderschule

Die Pestalozzischule wird ihre Schulleitung verlieren. Eine Stellvertreter-Stelle in Wermelskirchen müsse attraktiv besoldet werden, meint der CDU-Mann.

Die Pestalozzischule wird zum Schuljahr 2016/2017 Dependance der heutigen Wilhelm-Wagener-Schule in Bergisch Gladbach. Diesen vom Kreis empfohlenen Schritt hin zu einer Verbundschule geht auch der Schulausschuss mit - er empfahl dem Stadtrat, dies so in seiner Juni-Sitzung zu beschließen (BM berichtete gestern). Nur in diesem Verbund wird die örtliche Förderschule gesichert. Damit verliert die Pestalozzischule nicht nur ihren Namen und ihre Eigenständigkeit, sondern auch ihre Schulleitung in der Person von Heike Holzki. Die künftige Schulleitung sitzt ab 2016 im Südkreis, wo der Hauptsitz der heutigen Wilhelm-Wagener-Schule ist. Ob Wermelskirchen Sitz eines stellvertretenden Schulleiters wird, ist noch offen.

Politiker Thorsten Schmalt. Foto: Manfred Esser

"Wir brauchen aber auch künftig eine hochkarätige Leitung so wie heute", forderte Thorsten Schmalt, Kreistagsmitglied der CDU und sachkundiger Bürger seiner Fraktion im städtischen Schulausschuss. Es müsse dringend mit der Bezirksregierung darüber gesprochen werden, diese Stelle besser zu besolden.

Für Schmalt sei klar, dass die komplette Schulleitung nicht in Bergisch Gladbach sitzen könne. "Wenn die Leitung in Wermelskirchen gefordert ist, kann nicht mal eben jemand aus der Kreisstadt in den Nordkreis fahren. Dafür liegen die Schulen zu weit auseinander." Deshalb müsse die Stellvertreter-Stelle von vornherein in Wermelskirchen fest angesiedelt werden. "Wir brauchen hier eine Funktionsstelle mit entsprechend attraktiver Zulage", meinte Schmalt, der selbst Realschulkonrektor in Hückeswagen ist.

  • Wermelskirchen : Pestalozzischule verliert ihren Namen

Ein Stellvertreter in Wermelskirchen würde schließlich allein die gesamte Verantwortung für die Zweigstelle tragen und müsste auch so besoldet werden. A15 für den Schulleiter, A 14 für den Stellvertreter, dann aber mit einer höheren Zulage als heute - so könnte sich das Schmalt vorstellen. "Bei der künftigen Gestaltung der Berufskollegs ist das ja auch so geplant", sagte er.

Mit dieser Überlegung müsste dringend an die Bezirksregierung herangetreten werden, damit die im NRW-Ministerium vorstellig wird. "Wir sind im Rheinisch-Bergischen Kreis ja nicht allein von dem 9. Schuländerungsgesetz betroffen. Es werden überall im Land Förder-Verbundschulen entstehen, um die Beschulung sicherzustellen. Das Land muss hier eine Entscheidung treffen, die Zulagen zu erhöhen, um die Stellen wirklich attraktiv zu machen."

(RP)
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