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Wermelskirchen: Schimmelsporen: U3-Nest Bussardweg weiter gesperrt

Wermelskirchen : Schimmelsporen: U3-Nest Bussardweg weiter gesperrt

Groß war die Freude Ende Oktober 2017 bei Kindern und Erziehern über den bevortehenden Einzug in das U3-Nest am Bussardweg. Doch Anfang November dann der Schock: Vier Tage war ungehindert Wasser in das Gebäude geflossen. Ein Handwerker hatte mit einer Schraube zur Befestigung einer Platte für den Trockenausbau eine Wasserleitung getroffen. Wände, Fußboden, Dämmmaterial und Holzkonstruktion hatten sich vollgesogen. Schimmelsporen-Alarm! Da flossen Tränen.

Rund 440.000 Euro hatte der Zusatzbau für die städtische Kindertagesstätte Bussardweg gekostet. Wann - und ob überhaupt - das neue Gebäude geöffnet wird, steht derzeit in den Sternen. "Wie lange die Sperrung andauert, ist völlig unklar", sagte Michaela Böllstorf vom Gebäudemanagement der Stadt auf Anfrage. Derzeit setze sich der Schadensverursacher, also der Handwerksbetrieb, mit seiner Versicherung auseinander. "Es ist ein Gutachter beauftragt worden, der uns Aussagen über den Schaden machen und auch einen Sanierungsvorschlag vorlegen soll", so Böllstorf. Danach, so die Mitarbeiterin des Gebäudemanagements, werde entschieden, wie es weitergehen wird.

Die Kernfrage, die der Gutachter beantworten muss, wird sein, ob das Gebäude in dieser Form je wieder geöffnet werden kann. Dabei reichen die Möglichkeiten von der Totalsanierung bis zum Abriss und Neubau.

Denn: Weil vier Tage lang Wasser ungehindert den Zusatzraum der Kita flutete und nicht nur der Boden vollsog, sondern auch Dämmstoffe, Holz und Trockenbauwände, wird man sorgfältig die Entscheidung der weiteren Vorgehensweise treffen müssen. Denn Schimmelsporen in einem Kita-Raum, in dem Kinder bis zu drei Jahren untergebracht werden müssen, sind ein großes Gefährdungspotenzial. Und die müssen, letztlich auch in der Deckenkonstruktion, nachweislich ausgemerzt sein.

(RP)