Kirmes 2013 Schäferhunde als Krammarkt-Wache

Wenn die Polizei ihre Streife auf der Kirmes beendet hat und die Krammarkt-Betreiber langsam ihre Buden schließen, beginnt der Dienst der vierbeinigen Kontrolleure: Die Hunde des Schäferhundevereins halten mit ihren Herrchen Wachdienst auf dem Krammarkt. "Während der Kirmestage gehen jede Nacht mehrere Teams mit den Hunden. Diese Aufgabe ist für uns sehr wichtig", erklärt Karla Günther.

Ihr Schäferhund Murphy ist an diesem Abend gemeinsam mit Leon und dessen Besitzer Ralf Fenselau im Einsatz. Parallel laufen Ehemann Andreas Günther mit Hündin Paula und Gerhild Hermann mit Mounty. "Mein Murphy will sich selten von Paula trennen. Für die Kontrollgänge hier ist das aber wichtig", sagt Günthe lachend.

Von 22 bis 2 Uhr morgens ist die erste Gruppe unterwegs, dann folgt die Ablöse. Die Hunde sind speziell auf den Wachdienst trainiert. Wichtig sei: Die Hunde dürften sich nicht aggressiv zeigen. Sie seien auf den Ärmel trainiert. "Das heißt, sie beißen auch nicht zu", erklärt Günther. Wenn die Schäferhunde eine dunkle Gestalt wahrnehmen oder etwas wittern würden, schlügen sie an. Gerade schlechtes Kirmeswetter ziehe potenzielle Schnüffler an: "Dann wiegen sich die in Sicherheit, weil ohnehin nicht viel auf den Straßen los ist. Es reicht dann meist schon aus, dass die Hunde die Gefahr sprichwörtlich verbellen", sagt Fenselau.

Am Stand des Männerchores 1844 machen die Hundeführer und ihre vierbeinigen Begleiter eine kurze Rast: Hier gibt es ein Glas oder Schüsselchen Wasser für alle. "Wir machen unsere Arbeit hier auf dem Krammarkt rein ehrenamtlich. Daher ist es toll, dass wir hier immer ein bisschen Stärkung bekommen", freut sich Gerhild Hermann. Für alle seien die Touren anstrengend: "Am Ende einer Schicht merken Mensch und Tier, dass sie platt sind."

(jini)
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