Sänger Vlo dreht Video in der Wermelskirchener Goldkind-Bar

Musikvideo : Sänger Vlo dreht in der Goldkind-Bar

Kontakte und Bekanntschaften haben es möglich: Der Frankfurter Sänger Florian Petchanatz alias Vlo hat Szenen für einen Videoclip in der Wermelskirchener Shisha-Bar „Goldkind“ am Schwanen gedreht.

Unter anderem über den Wermelskirchener Karsten Arnolds, der ein Unternehmen zur Krankenbeförderung betreibt und einen Vertrieb für den Direktverkauf von Parfüm hat, entstand das Projekt. „Ich bin gerne im Rheinland – mir gefallen sowohl Köln als auch Düsseldorf“, sagt der 32-jährige Sänger, der seit sieben Jahren als Musiker aktiv ist und nunmehr einen professionellen Weg einschlagen will. Dafür lässt er seinen eigentlich Beruf als Physiotherapeut ruhen.

Vlo und sein Team, zu dem auch der in Hessen sehr bekannte Filmemacher André Skibba („Maine Sicht“) gehört, haben in den vergangenen Wochen die Szenen für Videoclips zu den drei Liedern „Meine Bitch“, „Nicht weit weg“ und „Save – bei mir läuft“ in den „Kasten“ gebracht. Für letzteren Song entstanden Szenen in Wermelskirchen. „Meine Bitch“ ist gerade veröffentlicht worden, „Save – bei mir läuft“ erscheint Mitte August, die Veröffentlichung von „Nicht weit weg“ ist für November geplant.

Für die Produktion der Videos habe er gerne die Unterstützung von Bekannten genutzt – auch um Produktionskosten zu sparen und weil es eben viel Sspaß mache. So waren in der „Goldkind“-bar beispielsweise Sarah Schwärzel, Carolin Nowak, Deniz Pektürk, Inka-Clarissse Scheuerl und Ann-Katrin Eilers aus Wermelskirchen und Umgebung mit von der Partie.

„Ich mache mit meinem Produzenten Razor Prala moderne Musik für junge Leute, eine Kombination aus Soul-R'n'B-Gesang mit harten, markanten Rhythmen“, beschreibt Vlo: „Meine eher weiche Stimme steht im Gegensatz zu den knackigen Beats, das macht es aus.“ Er nutze als auf Deutsch singender Künstler gerne jugendliche Umgangssprache: „Ich weiss sehr wohl, dass das teilweise grammatikalisch nicht korrekt ist.“ Videos stellen für den Sänger ein „überaus wichtiges“ Medium dar: „Bilder schaffen andere Aspekte. Damit kann ich zeigen, was ich mir darunter vorstellen.“ So klänge „Meine Bitch“ auf den ersten Blick nach Beschimpfung oder Verunglimpfung. Wer aber das Video zu dem Lied sehe, werde schnell erkennen, dass es ihm eher um die Thematisierung von Falschheit, Verlogenheit und Hinterhältig im eleganten Erscheinungsbild ginge.

„Deutscher HipHop ist zur Zeit angesagt wie nie“, ist Vlo überzeugt: „Da sind viele Künstler mit ihren Texten auf Goethe-Niveau unterwegs und schon der war mehr als klasse.“ Die Inspiration für seine Lieder käme ihm förmlich zugeflogen, erzählt der Frankfurter Musiker: „Das sind Gefühlssachen oder Erfahrungen, die man gerade gemacht hat.“ Seine Ziele benennt Flo deutlich: „Es geht erst einmal darum, Musik zu machen – einfach zu machen, ohne Wenn und Aber. Ich möchte gerne auf Tournee gehen, in Clubs auftreten und freue mich, wenn die Leute meine Lieder irgendwann mitsingen.“

An der „Vermittlung“ der „Goldkind“-Bar als Drehort und ebenso als Schauspielerin wirkte Inka-Clarisse Scheuerl mit: „'Save' ist ein tolles Lied – das hat Spaß gemacht, so etwas erlebt man ja nun nicht alle Tage.“