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Rhein-Berg: Gewalt gegen Frauen ist nicht privat

Runder Tisch in Rhein-Berg : Gewalt gegen Frauen ist nicht privat

Der „Runde Tisch keine Gewalt an Frauen im Rheinisch-Bergischen Kreis“ wurde 2003 ins Leben gerufen. Er bringt Akteure zusammen, die über das Thema Gewalt an Frauen aufklären.

Der „Runde Tisch keine Gewalt an Frauen im Rheinisch-Bergischen Kreis“ hat einen neuen Flyer herausgegeben, der Hilfsangebote, Telefonnummern und Informationen kompakt und verständlich zusammenfasst. Er richtet sich an Frauen, die Gewalt erfahren oder von ihr bedroht sind, sowie an Außenstehende, die Gewalt beobachten. Die Informationen sind in deutscher, englischer, türkischer und arabischer Sprache abgedruckt.

„Wir wollen Betroffenen schnell Hilfe bieten und sprechen gezielt auch Frauen und Männer an, die Gewalt im Bekanntenkreis oder in der Nachbarschaft beobachten. Denn häusliche Gewalt ist keine Privatsache“, sagt Anja Möldgen, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises. Der Flyer klärt über Arten von Gewalt auf. Neben sexuellen oder körperlichen Übergriffen sind auch das Unterbinden sozialer Kontakte oder der Entzug finanzieller Mittel gewaltsame Handlungen.

Der Handzettel steht zum kostenlosen Download unter https://t1p.de/gaw7 zur Verfügung.

Außerdem ist er bei den Vertreterinnen des Runden Tischs, bei den Gleichstellungsbeauftragten der Kommunen und des Kreises, den Fachberatungsstellen, Jugendämtern und bei der Polizei in gedruckter Form erhältlich. Frauen, die Hilfe benötigen, können sich an die regionalen Beratungsstellen und telefonisch an die bundesweite professionelle Hotline 08000 116016 wenden. Die kostenlose Hilferufnummer ist rund um die Uhr erreichbar. Unter www.hilfetelefon.de gibt es auch im Internet mehr Infos zu der Hotline. Weitere Informationen finden Betroffene auch unter www.rbkdirekt.de auf der Webseite des Kreises unter dem Stichwort „Gleichstellung“.

Der „Runde Tisch keine Gewalt an Frauen im Rheinisch-Bergischen Kreis“ wurde 2003 ins Leben gerufen. Er bringt Akteure zusammen, die über das Thema Gewalt an Frauen aufklären. Mehrmals im Jahr treffen die Beteiligten aus dem Frauenhaus Bergisch Gladbach, den Frauenberatungsstellen, Justiz und Staatsanwaltschaft, Polizei, Opferhilfe, Jugendämtern, Kinderschutzbund und Gleichstellungsstellen zusammen.

(kel)