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Rhein-Berg 2600 Schüler erkundeten Berufe

Berufsfelderkundung im Rheinisch-Bergischen Kreis : Jugendlichen Appetit auf Ausbildung machen

Schülerrerhalten Einblick in Berufe, Unternehmen bietet sich ein riesiges Potenzial für die frühe Fachkräftegewinnung.

(tei.-) Seit 2014 können Schüler im Rheinisch-Bergischen Kreis bei drei eintägigen Berufsfelderkundungen erste Erfahrungen im Arbeitsleben sammeln. Dabei unterziehen sie ihre Erwartungen an verschiedene Berufe einem Realitätscheck. Im Gegenzug können Unternehmen zukünftigen Fachkräften Appetit auf eine Ausbildung oder ein duales Studium machen.

In der Region wurden inzwischen mehr als 35.200 Berufsfelderkundungen absolviert. Die Unternehmen haben bislang knapp 9300 Plätze über das für die Berufsfelderkundungen entwickelte Online-Buchungstool des Rheinisch-Bergischen Kreises zur Verfügung gestellt. In diesem Jahr machten sich 2600 Schüler aus dem gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis auf den Weg, um Berufe zu erkunden. Insgesamt nahmen 27 Schulen aus

dem Kreisgebiet teil und rund 450 Unternehmen stellten mehr als 2100 Erkundungsplätze zur Verfügung. „Das ist eine Win-win-Situation für alle Beteiligten“, ist Sophia Tiemann, Leiterin des Amtes für Bildung beim Rheinisch-Bergischen Kreis, überzeugt. „Die Jugendlichen erhalten in kurzer Zeit einen unkomplizierten Einblick in Berufe, die sie vorher nicht im Blick hatten. Die Berufsfelderkundung bietet Unternehmen zudem ein riesiges Potenzial für die frühe Fachkräftegewinnung – wenn es ihnen gelingt, an dem Tag von sich zu überzeugen.“

Auch der Rheinisch-Bergische Kreis nutzte die Chance, junge Menschen für seine vielfältigen Arbeitsbereiche zu begeistern. 27 Schüler aus elf Schulen aus dem Kreisgebiet erhielten in 16 Ämtern die Möglichkeit, die umfangreiche Arbeit der Kreisverwaltung von A wie Archiv bis Z wie Zulassungsstelle kennenzulernen. Der Kreis ist seit 2011 Referenzkommune des Landes Nordrhein-Westfalen im koordinierten Übergang von der Schule ins Berufsleben. Mit „Kein Abschluss ohne Anschluss“ hat die Landesregierung gemeinsam mit den Partnern des Ausbildungskonsenses NRW 2012 als erstes Flächenland ein landesweit einheitliches und effizientes Gesamtsystem für den Übergang von der Schule in Ausbildung oder Studium eingeführt, um alle Schüler bei der beruflichen Orientierung zu unterstützen.