Rettungsaktion auf A1 nahe Ausfahrt Wermelskirchen

Lkw-Fahrer war kollabiert : Rettungsaktion auf A1 nahe Ausfahrt Wermelskirchen

Lkw-Fahrer war am Steuer zusammengebrochen.

(pd/dpa) Mit einer riskanten Rettungsaktion hat ein 43-Jähriger am Mittwochabend einen führerlosen Lastwagen auf der Autobahn 1 in Nähe der Autobahnanschlussstelle Wermelskirchen in Fahrtrichtung Köln gestoppt. Der Fahrer des Fahrzeuges war zuvor kollabiert und starb.

Zeugen hatten den Lkw, der scheinbar führerlos über die A1 in Richtung Köln rollte, gemeldet, teilte die Autobahnpolizei Köln mit. Andere Lastwagenfahrer fuhren daraufhin hinter das Fahrzeug, um den restlichen Verkehr aufzuhalten. Währenddessen schlug der 43-Jährige mit einem Nothammer das Fenster der Beifahrerseite des Fahrzeuges ein. Dann sprang er in den mit einer Geschwindigkeit von nur 15 Kilometern pro Stunde rollenden Lkw und brachte das Fahrzeug zum Stehen.

Die Feuerwehr Wermelskirchen und ihre Kollegen aus Burscheid waren um 21.12 Uhr alarmiert worden. Der Notarzt aus Wermelskirchen war schnell zur Stelle. Mit dem gesamten Löschzug – vier Fahrzeugen und 23 Mann – rückte die Wehr der Nachbarstadt aus. „Wir haben die Autobahn abgesperrt und den Mann aus dem Fahrzeug geholt“, berichtete Achim Lütz, Leiter der Burscheider Feuerwehr, auf Nachfrage dieser Zeitung. Die Rettungskräfte haben versucht, den sehr schweren Fahrer noch zu reanimieren, doch er war bereits tot.

So geistesgegenwärtig die Zeugen und die Lkw-Fahrer zuvor in dieser brenzligen Situation reagiert hatten, um den Fahrer zu retten und Schlimmeres zu verhindern, die Autofahrer haben sich an der Unfallstelle nicht alle vorbildlich verhalten. Lütz: „Die Rettungsgasse war nicht gut, anfangs wurde sie gebildet, aber als das erste Rettungsfahrzeug durchgefahren war, haben einige die Gasse nicht so frei gehalten, dass die nachfolgenden Fahrzeuge problemlos durchkamen.“ Mit solchem Fehlverhalten haben Rettungskräfte oft zu kämpfen.

(pd/dpa)
Mehr von RP ONLINE