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Religion in Wermelskirchen: Gemeinden holen Konfirmationen nach

Konfirmationen und Kommunionsfeiern in Wermelskirchen : Gemeinden holen Konfirmationen nach

Die Gemeinden in Wermelskirchen halten noch in diesem Jahr die Feiern ab. Die Gottesdienste fallen ganz unterschiedlich aus: Ab August feiern die Protestanten Konfirmation, ab Juni die Katholiken Kommunion.

Erst die Kommunionsfeiern, dann die Konfirmationen: Die katholischen und evangelischen Gemeinden in Wermelskirchen mussten ihre großen Festgottesdienste im Frühling wegen der Corona-Pandemie absagen. Nach den ersten gesetzlichen Lockerungen haben die Gemeinden nun Nachholtermine und ganz unterschiedliche Fest-Möglichkeiten gefunden.

Evangelische Kirchengemeinde Wermelskirchen

In Tente findet die Konfirmation am 23. August statt, in der Stadtkirche am 5. und 6. September und in Hünger am 20. September. „Wenn Familien der Termin in ihrem Bezirk nicht passt, dann ist es möglich, einen der anderen Termine wahrzunehmen“, sagt Manfred Jetter, Vorsitzender des Presbyteriums. In Hünger und Tente werden jeweils rund 15 Konfirmanden eingesegnet. In der Stadt sind es 31 – an voraussichtlich zwei Terminen. „Womöglich teilen wir die Gruppen in der Stadtkirche auch noch mal und bieten jeweils zwei Gottesdienste am Samstag und Sonntag an“, sagt Jetter – „um den Abstand einhalten zu können“.

Kirchengemeinde Dhünn

21 Konfirmanden feiern in Dhünn. Seit die Schulen wieder geöffnet haben, findet auch der Konfirmandenunterricht statt – allerdings in vier Kleingruppen mit jeweils fünf Konfirmanden. „In diesen Gruppen feiern wir am 16. August auch Konfirmation“, erklärt Pfarrer Reinald Rüsing. Vier Gottesdienste – zwischen 9.30 und 12.30 Uhr – sollen es ermöglichen, dass jeder Konfirmand zehn Angehörige mit zum Fest bringen kann. „Mehr als 50 Menschen dürfen zur Zeit nicht gleichzeitig in unserer Kirche sein“, erklärt Rüsing. Intensiv habe er mit den Eltern über Lösungsmöglichkeiten beraten. Diese habe die größte Zustimmung gefunden.

Kirchengemeinde Dabringhausen

Elke und Rüdiger Mielke suchen noch nach der richtigen Lösung für ihre 20 Konfirmanden. „Wir gehen von einem Termin im Herbst aus“, sagt das Pfarrer-Ehepaar. Eigentlich hätte die Konfirmation am kommenden Sonntag stattgefunden. „Wir laden die Konfirmanden nun schon mal im ganz kleinen Kreis zum Abendgottesdienst ein“, erklärt Rüdiger Mielke. Vor der Konfirmation solle es für die Jugendlichen noch eine große Erlebnisaktion geben, um das ausgefallene Pfingstzelten zu ersetzen. „Es ist uns wichtig, dass die Gruppe das noch mal zusammen erlebt, bevor wir Konfirmation feiern“, sagt Mielke.

Kirchengemeinde Hilgen-Neuenhaus

„Wir haben nur fünf Konfirmanden“, sagt Pfarrer Traugott Schuller. „Das macht es etwas leichter.“ Allerdings dürfen laut Corona-Regeln auch nur 35 Menschen im Stephanus-Gemeindezentrum Platz nehmen. Gefeiert wird trotzdem: am 16. August. Schuller habe mit den Familien telefoniert und die Feier besprochen. Vorher wird es noch einen Konfirmandentag geben.

Katholische Kirchengemeinde

Insgesamt 58 Kinder gehen in St. Michael und St. Apollinaris zur Kommunion. „Im kleinen, familiären Rahmen“, betont Pfarrer Michael Knab. Dafür werden im gesamten Seelsorgebereich 19 kleine Kommunionsfeiern zwischen dem 20. Juni und dem 26. September angeboten, zu denen sich die Kinder mit ihren Familien anmelden können. Jedes Kommunionkind darf acht Angehörige mitbringen. „Viele haben sich mit ihrem Terminwunsch keine 24 Stunden nach der Einladung gemeldet“, sagt Knab. „Wir spüren ein großes Interesse.“

Was sagen die Konfirmanden?

„Ich hatte mich wirklich auf die Konfirmation gefreut“, sagt Daniel Jakobi (13), der im Mai in der Stadtkirche Konfirmation feiern sollte. Entsprechend schockiert sei er über die Absage gewesen. „Wir mussten alle ausladen und die Restaurant-Reservierung absagen“, erzählt er. Eine Woche später schickte die Gemeinde den neuen Termin. „Bei uns hat alles geklappt, und wir haben wieder eine Reservierung. Ich bin froh, dass wir dieses Jahr noch Konfirmation feiern können.“

Auch Julia Wetendorf (14) freut sich, dass es einen neuen Termin gibt. „Leider können einige Gäste im September nicht“, sagt sie. Auf die Konfirmation seien sie gut vorbereitet – auch dank der Kon-App, mit der die Gemeinde während der Krise Kontakt zu den Konfirmanden hielt.