Wermelskirchen: Reizstoff in der Luft der Schule Schwanen - Räume gesperrt

Wermelskirchen: Reizstoff in der Luft der Schule Schwanen - Räume gesperrt

Die Stadtverwaltung hat gestern in Abstimmung mit der Schulleiterin Kathrin Wagner drei Räume der Schwanenschule geschlossen. In zwei Räumen waren Naphthalin-Gerüche festgestellt worden. Die drei Räume werden ab Januar saniert.

Gestern informierte die Stadtverwaltung darüber, dass in einigen Räumen Gerüche aufgetreten waren. Achim von Foller vom Gebäudemanagement: "Wir haben ein Fachbüro beauftragt, die Grundschule auf Schadstoffe zu untersuchen. Festgestellt wurde durch eine Raumluftuntersuchung, dass der Geruch auf den Schadstoff Naphthalin zurückzuführen ist."

Der Sachverständige vermutete die Schadstoffquelle im Fußboden und wurde durch Probebohrungen bestätigt: In der Bücherei und im PC-Raum befindet sich im Fußboden eine Schicht Teerpappe, in der sich der Stoff Naphthalin befindet. Bücherei und PC-Raum wurden sofort gesperrt. Ein im selben Gebäudetrakt liegender Klassenraum weist laut von Foller keine Raumluftbelastung auf, wird aber wegen des identischen Fußbodenaufbaus in den nächsten Tagen vorbeugend ebenfalls gesperrt. Der Amtsleiter: "Die drei betroffenen Räume werden ab Januar 2015 saniert und sind etwa im März wieder für den Schulbetrieb nutzbar."

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Naphthalin wurde in Teerpappe verwendet, die als Sperrschicht gegen Feuchtigkeit in Fußböden eingebaut wurde. Seit den 1960er Jahren werden aber meist Bitumenbahnen statt dieser Teerpappe zur Abdichtung verwendet. Naphthalin kann durch Einatmen die Augen und Atemwege reizen sowie zu Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche führen. Der Stoff dient unter anderem zur Herstellung von Gerbstoffen, Lösungsmitteln und Insektiziden.

Der Schulbetrieb der Schwanenschule wird laut von Foller auf die engeren Raumverhältnisse angepasst.

(tei.-)
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