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Wermelskirchen: Reger Zuspruch bei offener Stalltür

Wermelskirchen : Reger Zuspruch bei offener Stalltür

Der strahlende Sonnenschein sorgte am Reitstall in Dhünn-Neuenhaus für eine flirrende Hitze auf dem Platz - eine Auszeit in einem schattigen Plätzchen tat da mal ganz gut. "Der Tag der offenen Stalltür" bot dazu durchaus Gelegenheit, beispielsweise beim Besuch der Vorführungen jüngsten Voltigierer in der Reithalle. Erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt hatte der Reit- und Fahrverein Dhünn (RFVD) wieder zu einem Tag der offenen Tür eingeladen - dafür die bundesweite "Offene Stalltür"-Initiative der Deutschen Reiterlichen Vereinigung und der Landesverbände Pferdesport unter dem Motto "Komm zum Pferd" genutzt. Für den RFVD war die Aktion ein Erfolg, denn unzählige Besucher strömten auf die Reitanlage.

"Wir werden diese Aktion bestimmt wiederholen", sagte Kati Willumat-Warnke vom RFVD-Vorstand und freute sich über den regen Zuspruch, ohne die Besucherzahl genau abschätzen zu können: "Es gibt jedoch einen Richtwert: Wir hatten 300 Grillwürstchen, und die sind bis auf einige wenige alle weggegangen. Dazu haben wir jede Menge Kuchen verkauft." Eine solche Aktion böte beispielsweise den Nachwuchs-Voltigierern, die noch nicht an Turnieren teilnehmen, die Möglichkeit, vor Publikum ihr Können zu zeigen. Und am Informationsstand hätten sich viele in die Wartelisten für die beliebten Trainingsgruppen eingetragen. "Die vielen Interessierten haben nach den Zeiten der Trainingsstunden und auch nach den Preisen gefragt. Es kamen jede Menge Menschen, die das erste Mal hier waren. Wir sind mehr als froh - die Idee, neue Leute anzulocken, hat funktioniert", sagte sie.

Alle Hände voll zu tun hatte Ron Guse. Der 47-Jährige kümmerte sich im Pavillon "Ron's Malkasten" um das kostenlose Kinderschminken, bei dem Schmetterlings- und Pony-Motive beliebt waren. "Ich habe 30 Kinder geschminkt, die Warteschlange schien nicht zu enden." Mit den auf Armen und Wangen gemalten Motiven ließ sich auch die siebenjährige Miky, die mit ihrer Mutter und deren zwei Freundinnen gekommen war, schmücken: "Ich bin das erste Mal hier. Ich mag Pferde und alles, was dazu gehört. Zuhause haben wir drei Pferde", sagte sie. Nicht ganz zufrieden waren Katharina Hochheusel (31 Jahre) und Ronja Aldermann (25 Jahre) aus Radevormwald. Die beiden Freundinnen, die sich als "pferdeverrückt" bezeichnen, hatten einen der Trödelstände aufgebaut, an denen Privatleute ihre gebrauchten Reitsportutensilien feil bieten konnten. "Die Standgebühr ist hier zwar nicht teuer, aber wir haben auch fast nichts verkauft."

(sng)