Wermelskirchen Radfahrer müssen schieben

Wermelskirchen · Wenn zur Herbstkirmes die Innenstadt gesperrt wird, dann müssen die Radfahrer von der Balkantrasse umkehren oder ihre Räder durch die Stadt schieben. Die Umgehungsstraße dürfen sie auf keinen Fall befahren.

 Schieben sollen bald alle Radfahrer ihre Zweiräder in der Telegrafenstraße, denn zur Kirmes wird es keine befahrbare Umleitung von der Balkantrasse geben.

Schieben sollen bald alle Radfahrer ihre Zweiräder in der Telegrafenstraße, denn zur Kirmes wird es keine befahrbare Umleitung von der Balkantrasse geben.

Foto: Hans Dörner

Kalt erwischt: Was passiert mit den Radfahrern von der Balkantrasse, wenn die Innenstadt zur großen Herbstkirmes komplett gesperrt wird? Verkehrsingenieur Peter Bärwald muss sich das noch überlegen, Dezernent Jürgen Graef und Amtsleiter Florian lesske meinen: "Die Radfahrer müssen schieben." Das sei zumutbar.

Bärwald überlegt andererseits, ob er den Radverkehr von der Balkantrasse gemeinsam mit den Bussen und dem sonstigen Umleitungsverkehr durch die Stockhauser Straße schicken soll. Aber de facto sei die für die veränderte Verkehrsführung zur Kirmes erforderliche Erlaubnis (nach § 29,2 STVO) noch nicht eingeholt und das Problem der Radfahrer demnach auch noch nicht bedacht und eingearbeitet worden. Dezernent Graef sieht aber kein Problem darin, die Radfahrer ihre Zweiräder vom Schwanen bis zur Thomas-Mann-Straße auch mal schieben zu lassen. "Die 200 Meter sind zumutbar, und es wäre doch schön, wenn Radfahrer dann auch auf der Kirmes hängen bleiben", sagt er.

Dellmannstraße ist zu gefährlich

Auf keinen Fall könnten Radfahrer aber über die Dellmannstraße während der Innenstadtsperrung umgeleitet werden, sind sich Graef, Lesske und Bärwald einig: "Das ist zu gefährlich", sagen alle unisono. "Das wäre ja so, als ob man Radfahrer auf die Autobahn schicken würde. Das geht auf keinen Fall, die Umgehungsstraße ist für Radfahrer völlig ungeeignet", macht Graef deutlich. Er werde deshalb auch gar nicht erst eine Ausnahmegenehmigung beim Landesbetrieb Straßen versuchen einzuholen, betont der Dezernent. Auch Amtsleiter Lesske meint, es sei durchaus vertretbar und zumutbar, die Radfahrer von der Balkantrasse die wenigen Tage während der Kirmes "mal schieben zu lassen". Über eine Beschilderung an der Trasse, die die Radfahrer auf die besondere Situation während der Kirmessperrung hinweist, sei aber noch nicht nachgedacht worden, räumt Verkehrsingenieur Bärwald ein. Das Radfahren sei denn auch ein völlig neues Thema zur Kirmes, das bei den routinemäßigen Vorplanungen der Vergangenheit noch keine Rolle gespielt habe. Das sei jetzt ein ganz neuer Aspekt, auf den man sich erst mal einstellen müsse.

An die Radfahrer nicht gedacht

So ist aber die offizielle Homepage für die Herbstkirmes auf der Internetseite der Stadtverwaltung (www.wermelskirchen.de) schon geschaltet. Dort gibt es auch den Plan mit den gesperrten Straßen sowie die Hinweise für die Anfahrt von außerhalb. Aber an die Radfahrer hat auch dort noch niemand gedacht. Gesperrt wird die Innenstadt vor allem zum verkaufsoffenen Sonntag, am 26. August, sowie zur Matinée am 27. August. Betroffen sind Telegrafenstraße und Kölner Straße, die obere und untere Eich sowie Schillerstraße und Jörgensgasse durch den Krammarkt.

(RP)
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