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Wermelskirchen: Polizei warnt vor Betrüger, der sich als BKA-Mann ausgibt

Wermelskirchen : Polizei warnt vor Betrüger, der sich als BKA-Mann ausgibt

Vor besonders üblen Telefonbetrügern warnt jetzt die Kreispolizei. Ein Senior aus Kürten hat einen unbekannten Anrufer angezeigt, der sich am Telefon als Beamter des Bundeskriminalamtes (BKA) ausgegeben hatte. Er hatte laut Polizei versucht, den Rentner in Angst zu versetzen, weil angeblich dessen gesamten Ersparnisse nach Russland transferiert werden sollten. Der Telefonbetrüger forderte den Mann auf, seine gesamten Ersparnisse abzuheben. Er verbot ihm außerdem, mit der Polizei oder seiner Bank Kontakt aufzunehmen. Der Mann hegte Verdacht und vertraute sich einer Verwandten an. Die meldete den Fall der Polizei, die nun für alle Städte des Kreises Warnungen herausgibt und die Ermittlungen aufgenommen hat.

Die Masche sei bekannt, sagt Gundhild Hebborn, Leiterin des Kriminalkommissariats Prävention und Opferschutz. "Das Telefon ist längst zu einem Tatwerkzeug geworden", warnt sie . Vor allem Senioren seien im Blick von Betrügern. Laut Polizei ist es wichtig, sich nicht unter Zeit- oder sonstigen Druck setzen zu lassen: "Die Betroffenen, die solche Anrufe bekommen, sollten darüber sprechen, egal mit wem", sagt Hebborn.

Sie rät den Betroffenen, auf keinen Fall Geld abzuheben oder gar an den vermeintlichen BKA-Mann zu übergeben. Auch sollte man sich nicht durch Androhungen staatlicher Konsequenzen unter Druck setzen lassen. Verdächtig sei auch, dass der Betrüger versuche, eine Geheimhaltung seines Anliegens zu vereinbaren. Hebborn rät, auf jeden Fall nach dem Namen, Telefonnummer und der zuständigen Dienststelle des Anrufers zu fragen. Diese Angaben könne dann die Polizei überprüfen. Ein gesundes Misstrauen sei angebracht. Hebborn: "Ich hoffe, dass durch unsere Warnung die Region für diese Telefonbetrüger verbrannte Erde wird!"

(gt)