Ansichtssache : Startschuss für Förderkonzept „Wermelskirchen 2030“

Burscheid und Wermelskirchen bekannten sich  diese Woche zu  einem städteübergreifenden Konzept, indem beide Fachausschüsse grünes Licht gaben. Damit wurde ein wichtiges  Signal an die Fördergeber gesandt.

Gerade noch die Kurve bekommen, lautet das Fazit nach der gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Stadtentwicklung der Städte Burscheid und Wermelskirchen. Die Politiker beschlossen, grünes Licht für das Interkommunale, integrierte Entwicklungs- und Handlungskonzept zu geben – nach längerer Diskussion. Der Antrag der FDP auf Vertagen in den Stadtrat hatte keine Chance. Die Burscheider fegten mit ihrer Begeisterung für das Förderkonzept die letzten Zweifel vom Tisch.

Zum einen musste auch allen klar sein, dass die Zeit drängt. Zum anderen, dass die Städte auch Geld in die Hand nehmen müssen. Das hatte Hans-Joachim Hamerla bereits vor Monaten sehr deutlich gemacht: Noch in diesem Jahr müssen die Pflöcke eingerammt werden, will man die Fördergelder zum nächstmöglichen Zeitpunkt erhalten. Dieses klare Votum beider Städte war zum jetzigen Zeitpunkt wichtig. Das Konzept ist darauf ausgelegt, dass nicht nur eine Stadt profitiert, sondern dass jede über ihren Tellerrand blickt. Nur mit dieser Klammer gelingt es, an Fördertöpfe zu gelangen. Die Projekte sollen ausstrahlen, sie sollen Impulse für die weitere Entwicklungen geben.

Die Fördergeber wollen bezwecken, dass die gewährten Gelder einen Dominoeffekt im positiven Sinne bewirken. Dass sie eine Langzeitwirkung für die Stadtentwicklung entfalten.

In der Sitzung des Stadtrates am Montag kann es daher nur das eindeutige und möglichst einstimmige Signal geben: „Wermelskirchen 2030“ go!

Brandschutz ist kein Luxus, sondern ein unverzichtbares Element einer jeden Stadt. In dieser Woche erfolgte der Startschuss für eine dringend notwendige Ergänzung der „Hardware“: die Wache wird um 25 Containermodule erweitert. Die Raumnot hat damit bald ein Ende. Mit einer Erweiterung durch Fertigelemente hat die Stadt auch preiswertere Variante gewählt, als ein Neu- oder Anbau. Jetzt geht es noch darum, die neu geschaffenen 15 Planstellen zeitnah zu besetzen. Für die Bürger ist es ein beruhigendes Gefühl, dass Brandschutz einen hohenStellenwert in Wermelskirchen hat.

Oftmals ist es besser, Gebühren regelmäßig moderat zu erhöhen, als die Gebührenschraube lange ruhen zu lassen und dann extrem an ihr zu drehen. Das sahen viele Politiker im Haupt- und Finanzausschuss so, als über eine 30-prozentige Erhöhung der Ablösebeiträge für Stellplätze abgestimmt werden sollte. Mit dem Geld kaufen sich Bauherrn gleichsam frei, einen Parkplatz einrichten zu müssen, der eigentlich zu jeder Wohneinheit gehören sollte. Befremdlich auf Zahler und auch auf den Bürger wirkt dann allerdings, dass diese Ablösesummen nicht für die Schaffung neuer Parkplätze verwendet, sondern offenbar „zweckentfremdet“ ausgegeben wurden. Sobald Wermelskirchen die Phase der Haushaltssicherung überwunden hat und in finanzieller Hinsicht wieder freier agieren kann, sollte das eingenommene Geld in die Verbesserung der Parkplatzsituation fließen.

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