Wermelskirchen: Politik befasst sich mit Thema "Großtagespflege"

Wermelskirchen: Politik befasst sich mit Thema "Großtagespflege"

Der Jugendhilfeausschuss befasst sich am Donnerstag in seiner Sitzung unter anderem mit dem Thema Kindertagespflege - das ist die Fachbezeichnung für eine Betreuung von Kindern durch eine Tagesmutter oder auch einen Tagesvater. So wird den Mitgliedern eine geänderte Satzung zum Beschluss vorgelegt. Wie aus der Verwaltungsvorlage hervorgeht, soll mit der Großtagespflege ein neues Angebot in Wermelskirchen geschaffen werden, um die erhöhte Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren decken zu können. Als Großtagespflegestellen wird ein Zusammenschluss von zwei Tagesmüttern (-vätern) und einer Vertretungskraft, die bis zu neun Kinder betreuen dürfen, bezeichnet. Um eine Erlaubnis zu erhalten, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden, was die personelle und räumliche Ausstattung anbelangt. Erwartet wird auch ein pädagogisches Konzept, das dem Jugendamt vorzulegen ist. Außerdem geht es um eine bessere Bezahlung von Tagesmüttern, die erfolgreich eine Aufbauqualifizierung durchlaufen haben: 5,30 Euro/Stunde statt 4,81 Euro. Bisher liegt das Entgelt unter dem Satz, das der Bundesverband für Tagesmütter als leistungsgerechte Bezahlung bezeichnet: 5,50 Euro.

Auf der Tagesordnung der Sitzung stehen zudem ein Bericht aus dem Kinder- und Jugendparlament, ein Bericht der Katt, die Vorstellung der Fachberatung "Kindertagespflege", sowie die Vorstellung der Jugendberufshilfe. Die öffentliche Sitzung beginnt am Donnerstag, 15. Februar, 17 Uhr, im Rathaus.

(pd)
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