1. NRW
  2. Städte
  3. Wermelskirchen

Platzregen – aber kein Unwetter über der Stadt​

Die Lage in Wermelskirchen : Platzregen – aber kein Unwetter über der Stadt

Für Freitagnachmittag war ein Unwetter angekündigt. Doch an Wermelskirchen zog es vorbei. Es regnete, in der Ferne hörte man Donnergrollen. Das war‘s dann auch.

Die Unwetterwarnung auch für den Rhein-Berg „schlugen“ seit Donnerstag in regelmäßigen Abständen auf. Da sagte der Kreis sein Mobilitätsfest am Freitag in Leichlingen ab, auch die Sommerweihnacht fiel am Freitag auf dem Sportplatz Oberburg aus. Das Gewitter mit Platzregen kurz vor Beginn des Feierabendsmarktes am Donnerstag sorgte für leichte Abkühlung. Die Feuerwehrfahrzeuge blieben aber in den Gerätehallen: Es war nichts passiert.

Der Kreis richtete ein Lagezentrum am Freitag ein. Die örtliche Feuerwehr bereitet sich seit dem Morgen ebenfalls vor. Wehrleiter Holger Stubenrauch: „Wir haben den Meldekopf vorbereitet.“ Das bedeutet: Auf der Leitstelle in Bergisch Gladbach ankommende Notrufe für die Feuerwehr werden an Verantwortliche auf der Feuer- und Rettungswache Eickerberg weitergeleitet. Von dort werden die Einsätze dann koordiniert. Das örtliche SAE war in Bereitschaft.

Verbunden mit der aktuellen Unwetterwarnung am Freitagmorgen gab‘s dann für Schüler ab 11.30 Uhr „unwetterfrei“. Nicht aber für Prüflinge. Martin Burghoff (Gymnasium): „Wir hatten heute einen Nachschreibetermin fürs Abi sowie Prüfungen für die Qualifikationsphase Oberstufe. Letztere endeten um 12.30 Uhr.“ Die Schüler wurden schon um 11 Uhr nach Hause geschickt. Auch am Berufskolleg wurden Prüfungen bis 11 Uhr geschrieben. Thilo Mücher: „Wir haben eine Gelenkbus bestellt, damit alle vor Mittag noch nach Haus kommen.“

  • De Flüchtlingeunterkünfte auf dem ehemaligen Kasernengelände
    Wegen Sturm- und Unwetterwarnung : Blitz schlägt in Haus in Bockum ein
  • Wegen des Unwetters könnten manche Schulen
    Warnung vor starken Auswirkungen : Schulen in NRW bereiten sich auf mögliche Schließungen wegen Unwetter vor
  • Sturmtief „Emmelinde“ : Wüst dankt Einsatzkräften - Land will Hilfen prüfen

In den Grundschulen begann nach der Anweisung der Bezirksregierung der stressige Part: Kinder durften nicht allein nach Hause geschickt werden, so dass über die Klassenpflegschaften per E-Mail oder WhatsApp informiert wurde. Waldschulleiterin Dagmar Strehlow-Touissant: „Wir mussten die Antworten abwarten. Nicht alle Eltern antworteten. Die Schüler blieben dann bis zum regulären Schulschluss.“ Das galt auch für die OGS, da nicht jeder Berufstätige sofort die Kinder abholten konnte.

Bis Redaktionsschluss blieb es ruhig in der Stadt.