Karneval in Wermelskirchen: Planungen für den Zoch laufen routiniert an

Karneval in Wermelskirchen: Planungen für den Zoch laufen routiniert an

Am 12. Februar rollt der 40. Rosenmontagszug durch Dawerkuser. Die Zugleiterin nimmt noch Anmeldungen entgegen.

Mit dem Ende der Weihnachtsschulferien beginnt für Elke Fröhlingsdorf vom Festausschuss in Dabringhausen die "heiße" Phase. Bei der Leiterin des Rosenmontagszuges im Dorf trudeln nun die Anmeldungen für den närrischen Lindwurm ein. Wegen des frühen Karnevalstermins in diesem Jahr ist die Zeitspanne zur Erledigung des "Papierkrams" denkbar knapp, denn Rosenmontag ist bereits am 12. Februar.

Für Elke Fröhlingsdorf ist das jedoch kein Grund für Nervosität: "Erfahrungsgemäß rollt die Welle der Anmeldungen immer erst nach den Weihnachts- und Neujahrsfeiertagen an. Bis dahin ist es schleppend." Das sei dieses Mal genauso. Am 26. Januar heißt es: Anmeldeschluss - ein Termin, an dem nicht gerüttelt werden kann, wie die Zugleiterin erläutert: "Spätestens eine Woche vor dem Zug müssen alle Unterlagen bei der Stadtverwaltung zur Sichtung vorliegen." Dazu gehören dann aucn Gutachten, die die Sicherheit der Karnevalswagen mit ihren Aufbauten bestätigen. Morgens vor dem Start des Rosenmontagzuges (der Beginn ist für 10.30 Uhr geplant) prüfen Mitarbeiter der Stadtverwaltung die Wagen vor Ort bei der Aufstellung am Höferhof.

"Die kurze Frist in diesem Jahr bereitet mir keine Sorge", sagt die 41-jährige Zugleiterin. Lediglich die Gruppen, die vielfach an den Wochenenden an ihren Wagen werkeln, hätten etwas weniger Zeit durch den früh im Jahr gelegenen Karnevalstermin. "Die Abwicklung hat aber viel mit Routine zu tun", berichtet Elke Fröhlingsdorf: "Die meisten Gruppen kennen das." Dass die Unterlagen sich erst kurz vor "Toreschluss" bei der Zugleiterin "knubbeln", ist normal: "Letztlich können alle Papiere erst fertig gemacht werden, wenn die Wagen zumindest nahezu fertig gebaut sind und beispielsweise feststeht, welche Zugmaschine davor gespannt wird."

Den inzwischen 40. Dawerkuser Rosenmontagszug, der bislang nur einmal wegen des Irakkriegs Anfang der 1990er Jahre ausfiel, betreut Elke Fröhlingsdorf als Zugleiterin in 2018 zum dritten Mal. Bei ihrer Premiere in 2016 stand der närrische Lindwurm beinahe auf der Kippe: Sturmböen und -warnungen drohten. Damals entschied Fröhlingsdorf mit dem Festausschuss dennoch zu starten, was sich als erfolgreich herausstellte, denn die Närrinnen und Narren im Zug sowie die am Wegesrand konnten gefahrlos feiern.

"Um nicht in Zeitdruck zu geraten, haben wir die verkehrstechnische Besprechung schon hinter uns gebracht", sagt Elke Fröhlingsdorf. Demnach wird der Dorfkern von Dabringhausen am Rosenmontag wie im Vorjahr vormittags ab 8 Uhr konsequent für den Verkehr gesperrt - das gilt auch für Anwohner. Ebenso habe sich der "Stützpunkt" des Ordnungsamtes am Evangelischen Gemeindehaus in unmittelbarer Nähe des närrischen Geschehens etabliert. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes haben während des Zuges vor allem ein Auge auf Alkoholkonsum bei Minderjährigen.

Bereits im Vorjahr schätzten die Verantwortlichen das Terrorrisiko beim Rosenmontagszug in Dabringhausen gering ein. Zusätzliche Absperrungen über das gewohnte Maß hinaus (beispielsweise mit Wassertanks wie bei der Kirmes) gab es weder in 2017 und sind ebenso für 2018 nicht vorgesehen: "Dafür sind wir viel zu klein. Der Dorfkern ist zum Rosenmontagszug sowieso komplett abgesperrt."

Der Rosenmontagszug in Dabringhausen dauert etwa drei Stunden. Er bewegt sich vom Höferhof (Aldi-Parkplatz) über die Altenberger Straße durch den Dorfkern, macht im Bereich Ringstraße / Gartenfeld eine kurze Pause und kehrt, um dann über die Südstraße noch einmal in entgegengesetzter Richtung auf die Altenberger Straße zu stoßen, über die es noch einmal durch den Siedepunkt des närrischen Treibens in Dabringhausen geht. In Höhe des Dorfparks löst sich der Rosenmontagszug dann auf. Elke Fröhlingsdorf rechnet ähnlich wie in den Vorjahren auch beim anstehenden Rosenmontagszug mit 25 teilnehmenden Formationen, die als Fußgruppen oder auf Wagen den närrischen Lindwurm bilden. "Die Altbewährten sind alle wieder dabei", blickt Elke Fröhlingsdorf aus. Ebenso hätten sich die "Katt-Kids", die in 2017 erstmals mit von der Partie waren, erneut angemeldet. Neu dabei ist eine Gruppe aus Dabringhausener Freunden und Nachbarn. "Diese Truppe nahm vor Jahren schon teil und pausierte dann. Ich freue mich, dass sie es für 2018 wieder schaffen", ist die Zugleiterin guter Dinge.

(RP)