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Pflastern statt feiern in Pohlhausen

TuRa saniert Kabinen-Vorplatz : Pflastern statt feiern in Pohlhausen

Ehrenamtliche von TuRa Pohlhausen sanieren derzeit den Bereich um das Kabinen-Gebäude. In dem Bereich zwischen dem Zugang von der Straße bis zur Treppe, die hinunter zum Fußballplatz führt, wurden 7500 Pflastersteine verlegt.

Eigentlich sollte der Oktober bei TuRa Pohlhausen ganz im Zeichen einer vereinsinternen Party und eines offiziellen Empfangs zum 125-jährigen Bestehen stehen. Doch Corona machte den Feierlichkeiten einen Strich durch die Rechnung. Die Hände in den Schoß legen die TuRa-Aktiven deshalb aber nicht. Sie verfahren nach dem Motto: Pflastern statt feiern. Bereits seit zwei Wochen bringt ein Team von zehn bis zwölf ehrenamtlichen Kräften den Außenbereich rund um das Kabinen-Gebäude auf Vordermann.

„Wir wollen die Aufenthaltsqualität verbessern – vor allem für die Eltern, die während des Trainings ihrer Kinder hier verweilen“, erläutert Frank Schneider, der die Federführung der Arbeiten übernommen hat und auch der „Green Keeper“ des „Grüne Asche“-Fußballplatzes in Unterpohlhausen ist.

Wie Schneider berichtet, ist das Vorhaben eine Herausforderung: „Der gesamte Bereich war ganz buckelig. Wir müssen Höhenunterschiede ausgleichen, Wasserrinnen als Abfluss einarbeiten, und sogar der Einbau einer Stufe war nicht zu vermeiden.“ Letztere war nötig, um eine möglichst ebene Fläche schaffen zu können, auf der Sitzbänke und Tische platziert werden sollen.

„Allein in dem Bereich zwischen Zugang von der Straße bis zur Treppe, die hinunter zum Fußballplatz führt, haben wir 7500 Pflastersteine verlegt. Und die ganzen Ecken und Kanten müssen wir noch machen – das wird noch viel Arbeit“, sagt TuRa-Geschäftsführer Dirk Hohlmann und blickt sich auf der Baustelle um. Zuvor wurde eine etwa 30 Zentimeter dicke Lehmbodenschicht ausgebaggert, um die Pflasterarbeiten zu ermöglichen. „Gute Vorbereitung ist das A und O“, meint Frank Schneider. Die gepflasterte Fläche bietet in Zukunft nicht nur einen schöneren Anblick rund um Kabinen-Gebäude und TuRa-Kiosk. Sie bringt auch die Vorteile mit sich, dass die Stufen an den Umkleide-Türen nicht mehr so hoch sind und weniger Schmutz, der in die Kabinen und auf den Fußballplatz getragen wird, an den Schuhen der Kicker haften bleibt.

Die Pflastersteine stammen übrigens von der ehemaligen Umrandung des Ascheplatzes im Eifgen-Stadion, wo sie nach den dortigen Umbauten überflüssig wurden. So entstehen TuRa kaum Kosten. „Die Pflastersteine werden abschließend mit einer speziellen Farbe gestrichen – dann sehen die wieder aus wie neu“, sagt Schneider.

Neben die gepflasterten Bereiche wollen die TuRa-Aktiven eine Rasenfläche einsähen. „Und an den Eingang soll ein Schaukasten und eine große TuRa-Fahne“, kündigen Hohlmann und Schneider an. „Mit Blumenkübeln und Blumenbeeten können wir es hier richtig schön machen. Da werden bestimmt noch einige Ideen aus den Reihen der Vereinsmitglieder kommen.“ Eines sei unerlässlich, sagt Schneider und lacht: „Wenn wir die TuRa-Fahne aufstellen, muss Dirk Hohlmann beim Hissen das Pohlhausen-Lied singen.“