Wermelskirchen Pflanzbeete in der Kritik

Wermelskirchen · Maßlos ärgert sich der Dabringhausener Theo Stöber, wenn immer mal wieder der städtische Aufruf nach Paten für die Grünpflege erfolgt. "Ich ziehe meinen Hut vor Menschen, die öffentliches Grün pflegen. Keine Frage. Aber: Warum bauen Stadt und Land die Pflanzbeete an den Straßen, obwohl sie dafür kein Geld haben, sie zu pflegen?"

Er erinnert da an den Straßenausbau Höferhof und bezeichnet sich als "Höferhof-Geschädigter". "Straße und Beete wurden auf unsere Kosten angelegt. Wir alle haben protestiert, wollten Pflanzflächen nicht haben, denn wir haben ja alle selbst Vorgärten oder Beete vor den Häusern." Die Antwort damals von der Stadtverwaltung: "Wir als Stadt pflegen es selbst." Bislang komme die Verwaltung ihrer Zusage nach, aber jedes Jahr müsse angerufen und "gebettelt" werden. Dann komme ein Sub-Unternehmer. "Aber wie lange noch?"

Bei vielen Straßen-Neubauten in Wermelskirchen seien die öffentlichen Beete angelegt worden. Häufig würden sie jetzt "verwildern". Und jetzt suche die Verwaltung händeringend dafür Paten. "Soll ich mich über solchen Schwachsinn ärgern oder nur lachen?" Bei ihm verstärke sich der Eindruck, dass viele Planungen nur am grünen Tisch gemacht worden seien oder würden ohne Ortskenntnisse. "Da muss sich was ändern. Stadt und Land sollten nicht weiter so sinnlos Geld rauswerfen." FRAGE DES TAGES

(RP)
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