Wermelskirchen Organisatoren geben auf: Aus für ,Pohleser Pläsier'

Wermelskirchen · Traditions-Karneval in Pohlhausen gehört der Vergangenheit an: "Pohleser Pläsier", in den vergangenen zwölf Jahren zu einer Kult-Veranstaltung gewachsen, findet nicht mehr statt. Markus Homburg als Moderator und Organisator hat das Handtuch geschmissen, auch Dirk Hohlmann macht nicht mehr weiter. Homburg gibt als Grund an, dass er sich nicht vom Vorstand ins Programm reinreden lassen wollte.

 Das war einmal: "Pohleser Pläsier" wurde zu den Akten gelegt.

Das war einmal: "Pohleser Pläsier" wurde zu den Akten gelegt.

Foto: HD

Schon vor der Karnevals-Veranstaltung 2011 wurde öffentlich darüber gesprochen, diese Karnevalssitzung einzustellen. "Wir bibbern, den Saal voll zu bekommen", hatte Homburg 2011 im BM-Gespräch erklärt. Obwohl er als Vizebaas und Literat einer Kölner Karnevalsgesellschaft viele Künstler nach Pohlhausen holte — aber leider zogen die Gagen immer mehr an. Doch nach der Veranstaltung im Februar 2011 keimte wieder Hoffnung: "Das war wohl die beste der zwölf Veranstaltungen, und es wird sicher nicht die letzte sein", so äußerte sich freudestrahlend damals Dirk Hohlmann.

Doch laut Homburg habe der Vorstand um Svend Mayrahn versucht, ihm ins Programm reinzureden. Obwohl er bereits von Hohlmann vertraglich für 2012 verpflichtet worden war, hätte er sich dagegen entschieden. Der Vorsitzende war die vergangenen Tage nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Dirk Hohlmann bedauert diesen Schritt. Der 62-Jährige im BM-Gespräch: "Wir hatten fast immer ein volles Haus, aber es war auch ein dauernder Kampf, die Karten abzusetzen." Für den Verein sei immer etwas übrig geblieben, und das sei ja auch Zweck der Veranstaltungen gewesen. Laut Hohlmann waren auch die Karnevalisten trotz mancher Skepsis über den kleinen Saal am Silberberg anschließend begeistert gewesen: "Die Atmosphäre war eben toll. Eben klein und fein, aber super authentisch." Das habe zuletzt noch der "Kölsche Schutzmann" ihm deutlich gesagt. "Er hat uns für diese Veranstaltung wie auch das Publikum gelobt."

Er selbst zieht sich nach über 40-jähriger Vorstandstätigkeit ebenso zurück. "Für so eine Veranstaltung braucht man schon einen Kenner der kölschen Szene", sagte er vieldeutig.

(RP/rl)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort