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Wermelskirchen: Offener Dialog statt Einigeln

Wermelskirchen : Offener Dialog statt Einigeln

Das Thema PCB ist emotional aufgeladen, weil es mit einer verständlichen und nachvollziehbaren Sorge belastet ist. Aber das hätten die Lehrer, die Pädagogen, vor allem die Leitung der Realschule von Anfang an wissen können und müssen.

Sie hätten deshalb anders damit umgehen müssen. Realschulleiterin Birgit Sköries erweckte in ihrer Begrüßung gestern Abend den Eindruck, die Stadtverwaltung komme jetzt erst und endlich dazu, die Betroffenen über das PCB-Problem umfänglich zu informieren. Dabei hat es aber an einer Gesprächsbereitschaft und einer Kommunikationsaufnahme seitens der Realschule von Anfang an gefehlt. Die hat sich eingeigelt und in eine Opferrolle hineingeredet, nicht aber im Dialog mit der Stadtverwaltung versucht, sachliche Informationen zu erhalten und diese auch an die Schüler und Eltern weiter zu geben. Dasselbe gilt für den Auftritt der Realschule gegenüber der Öffentlichkeit, der bislang nur mit mehr oder weniger anonymen offenen Briefen geschehen ist. Aber es ist noch nicht zu spät, das Einigeln aufzugeben und den offenen Dialog in alle Richtungen zu suchen.

(RP)