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Wermelskirchen: Offene Türen beim Einzelhandel

Wermelskirchen : Offene Türen beim Einzelhandel

Staunende Kinderaugen Gemischt fiel die Bilanz zum verkaufsoffenen Sonntag bei den Geschäftsleuten in der Stadt aus. Das Wetter war eben nicht dazu angetan, Scharen von Kunden erst ins Freie und dann in die Läden zu locken. Aber es gab auch zufriedene Händler.

Die Meinungen zum verkaufsoffenen Adventssonntag gestern gingen weit auseinander. Bei einigen lief das Weihnachtsgeschäft am Nachmittag gut, zu anderen kam kaum ein Kunde. Im Schuhhaus Schnütgen trudelten bereits kurz nach 13 Uhr ein paar Käufer ein. "Leider fehlt die weihnachtliche Atmosphäre", sagte Inhaber Johannes Schnütgen. Die Massen Schnee aus dem Vorjahr wurden vermisst. "Dafür verwöhnen wir unsere Kunden mit selbst gebackenem Spekulatius", sagte er.

 Dicht gedrängt standen die Kinder, als der Nikolaus ins Zelt kam. Hans Muff und die Engelchen fehlten natürlich auch nicht.
Dicht gedrängt standen die Kinder, als der Nikolaus ins Zelt kam. Hans Muff und die Engelchen fehlten natürlich auch nicht. Foto: nico hertgen

Anderer Meinung war Petra Dipace, Filialleiterin der Parfümerie Becker. "Wir sind froh, dass dieses Jahr kein Schneechaos herrscht. Es läuft wie immer super", sagte sie und freute sich über gute Umsätze.

Auch in der Buchhandlung Marabu fing der verkaufsoffene Sonntag gut an. "Jeder Käufer bekommt bei uns eine Burger Brezel aus der Schlossbäckerei und das Burger-Brezel-Buch geschenkt", sagte Susanne Jeschke. Die Aktion lockte einige Kunden an. "Wenigstens regnet es nicht. Dann hätte niemand Lust, in der Stadt zu bummeln", sagte sie. Das insgesamt trübe Wetter war gestern Stadtgespräch.

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"Barrique", der Wein- und Feinkostladen in der Telegrafenpassage, zog alle Blicke auf sich: Antipasti-Teller wurden aufgestellt, Kunden konnten verschiedene Weine probieren. Dank der einladenden Atmosphäre machten viele Leute einen Abstecher in den Laden. Die Inhaber Stefan und Anke Kunde waren sehr zufrieden.

Weniger glücklich war Christiane Waurig von "Cruse Fashion". "Das Problem ist, dass auch viele Geschäfte in den Städten im Umkreis geöffnet haben. Die Kunden zieht es in die großen Kaufhäuser. Die Telegrafenstraße hat ohnehin wenig Reizvolles", sagte sie. Mit Getränke- und Lebkuchenstand sowie Rabatten holte "Cruse Fashion" dennoch Kunden in den Laden.

Sehr ruhig war es dagegen im "Ambiente". "An den Adventssonntagen läuft es generell nicht so gut", sagte Ladeninhaberin Martina Bernard. Mit besonderem Andrang aufgrund des Weihnachtsmarktes rechnete sie, wie die meisten anderen Einzelhändler, gestern nicht.

(meli)