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Öffentlicher Bücherschrank als Kulturtreff in Dabringhausen

Ein kleines bergisches Haus soll für regen Austausch sorgen : Öffentlicher Bücherschrank als Kulturtreff im Dorf

Das Team des offenen Frauentreffs von Miteinander in Dabringhausen hatte die Idee, örtliche Handwerker sorgten für die Umsetzung. Nun können die Bürger diesen Treff mit Leben erfüllen.

Schönes Wetter, gute Laune, erwartungsvolle Bürger und nette Gäste — alles stimmte bei der Einweihung des neuen Bücherschranks in Dabringhausen. Das Team des offenen Frauentreffs von Miteinander in Dabringhausen mit Gundula Schröder, Gerlind Eule Eickhoff, Heike Busch, Barbara Spiegel- Lein und Michaela Mück-Hemmerich hatte die Idee, mit einem offenen für alle Bürger nutzbaren Bücherschrank einen Kulturtreff zu schaffen, der auch unter Coronabedingungen einfach genutzt werden kann.

Bei der Optik haben sich die Macherinnen was ganz Besonderes ausgedacht: ein typisch bergisches Haus sollte es sein! Und so wurden ortsansässigen Handwerker für die individuelle Umsetzung gewonnen. Andreas Korn als Schreiner zimmerte den Schrank in Form eines Hauses, Malermeister Michael Palm sorgte für einen Anstrich in bergisch-grün und weiß, Landschaftsbauer Sebastian Sieg fügte den von Klaus Stöcker gefertigten Metallrahmen in das traditionell gepflasterte Fundament ein. So strahlt nun der Bücherschrank voller Gemütlichkeit an der Altenberger Straße, neben der Gaststätte Markt 57.

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„Der Ort ist uns sehr wichtig“, betonen die Macherinnen, direkt neben dem kleinen und fein gestalteten, vom VVV gepflegten Dorfplatz, in Nachbarschaft zur Kirche und angelehnt an das Begegnungshaus von Miteinander Dabringhausen können hier interessierte Bücher ausleihen. Mit „Geben, nehmen, wiederbringen ist das Prinzip doch ganz leicht“, meinen Gundula Schröder und Barbara Spiegel-Lein. Patinnen werden sich um die Pflege des Bestands kümmern. Das Angebot im Schrank wird durch den regen Austausch immer wieder erneuert. „Hier sollen keine ollen vergammelten Schinken abgeladen werden, sondern spannende Bücher Jung und Alt locken, gerne auch schon auf den bereitstehenden Bänken mit Schmökern zu beginnen.“

 Bürgermeisterin Marion Lück lobt das bürgerschaftliche Engagement, das Miteinander aller Beteiligten. Fröhlich strahlend meint sie: „Einfach klasse zu erleben, was Menschen erreichen können, die sich so für ihren Ort einsetzen“.

Die Macherinnen des offenen Frauentreffs denken schon an weitere Kulturprojekte wie Lesungen oder kleine Konzerte. Sie haben noch vielerlei Visionen zu Kunstausstellungen im kleinen Rahmen, Dorfführungen, Kinderleseprojekte, Vorlesestunden, Lese- Cafes. Jetzt freuen sie sich erstmal auf den Wiederbeginn des offenen Frauentreffs am Dienstag, 26. Oktober um 18.30 Uhr im Begegnungshaus.

(tei.-)