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Oberberg: Neue Quarantäneregeln werden umgesetzt

Corona-Pandemie im Oberbergischen Kreis : Neue Quarantäneregeln werden umgesetzt

Im Vorgriff auf die ausstehende Landesverordnung ändert der Kreis die Quarantäne-Regelungen bereits ab. Wer Kontakt zu einem Infizierten hatte und geboostert ist, muss künftig nicht mehr in Quarantäne.

Bund und Länder haben sich auf neue Isolations- und Quarantäneregeln geeinigt, die in Nordrhein-Westfalen offiziell erst mit einer neuen Verordnung in Kraft werden. „Das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises setzt die neuen Fristen schon jetzt um“, teilt Jessica Schöler von der Pressestelle mit. Die neuen Regelungen würden für neue Corona-Fälle sowie Infizierte und Kontaktpersonen angewandt, deren Quarantänen aktuell bereits laufen.

„Lange Quarantänefristen ohne Freitestmöglichkeiten sind kaum noch zu vermitteln“, sagt Kaija Elvermann, Leiterin des Gesundheitsamtes. Nach der öffentlichen Vorstellung der Beschlüsse gebe es viel Verunsicherung. Viele Oberberger gingen davon aus, dass der Bund-Länder-Beschluss bereits Anwendung finde. „Da die Landesverordnung aber noch aussteht, nutzen wir jetzt übergangsweise die Möglichkeit sogenannter Einzelfallentscheidungen, um die zwischen Bund und Ländern vereinbarten Regelungen umzusetzen“, betont Kaija Elvermann. Die neuen Vorgaben werden auch für alle umgesetzt, deren Quarantäne noch läuft. „Wer durch die angekündigten Regelungen schon früher aus der Quarantäne entlassen werden könnte, soll keinen Nachteil haben“, versichert Landrat Jochen Hagt. 

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Die neuen Regeln werden laut Jessica Schöler im Bund-Länder-Beschluss vom 7. Januar folgendermaßen zusammengefasst: Wer Kontakt zu einem Infizierten hatte und geboostert ist, muss künftig nicht mehr in Quarantäne. Dasselbe gilt für doppelt Geimpfte oder Genesene, deren letzte Impfung oder deren Erkrankung weniger als drei Monate zurückliegt. Für Oberberg bedeutet das: „Wer die genannten Bedingungen erfüllt und aktuell als Kontaktperson, auch zu einem Omikron-Fall, in Quarantäne ist, darf die Quarantäne unmittelbar beenden“, teilt die Sprecherin mit. Eine Freitestung sei nicht notwendig.

Ansonsten gilt generell: Für infizierte Personen oder Kontaktpersonen endet die Isolation bzw. Quarantäne nach zehn Tagen. „Man kann sich aber bereits jeweils nach sieben Tagen per PCR- oder zertifiziertem Antigen-Schnelltest freitesten“, sagt Jessica Schöler. Erleichterungen gibt es für Kinder und Jugendliche in Kindergärten und Schulen. Diese können sich als Kontaktpersonen im Allgemeinen bereits nach fünf Tagen per PCR- oder Schnelltest freitesten. Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und Einrichtungen der Eingliederungshilfe arbeiten mit besonders vulnerablen Menschen zusammen. Infizierte können sich hier ebenfalls nach sieben Tagen freitesten, allerdings mit verpflichtendem PCR-Test. Außerdem müssen sie zuvor mindestens 48 Stunden keine Symptome gehabt haben.

Info Der Oberbergische Kreis beantwortet häufige Fragen zum Thema „Tests und Quarantäne“ im Internet unter www.obk.de/faq

(büba)