Null-Euro-Schein – Altenberger Dom als „Zahlungsmittel“

Werbung für bergische Sehenswürdigkeit : Altenberger Dom als „Zahlungsmittel“

(tei.-) Der Altenberger Dom als Zahlungsmittel? Warum eigentlich nicht, dachte sich die Tourismus-Marketinggesellschaft „Das Bergische“, denn schließlich ziert die Vorderseite der aktuellen 20-Euro-Scheine bereits ein gotisches Spitzbogenfenster, und tatsächlich gab es während der Inflation in den zwanziger Jahren des vergangen Jahrhunderts eine Notgeld-Banknote, die die Westansicht des Domes zierte.

„Bei dem aktuellen Schein handelt es sich aber nicht um ein Zahlungsmittel, sondern um ein reines Souvenir“, erklärt lächelnd Tobias Kelter, der Geschäftsfüher der Tourismusmarketinggesellschaft „Das Bergische“ / Naturarena, die den Schein in Auftrag gegeben hat.

Der Null-Euro-Schein hat etwa die Größe eines echten 5-Euro-Scheines und zeigt auf der Vorderseite die Nordansicht des Altenberger Domes. Farblich erinnert er an den 500-Euro-Schein, ist auf echtem Geldpapier gedruckt und verfügt über die üblichen Sicherheitsmerkmale wie individuelle Seriennummer, Wasserzeichen und Hologramm. Die Produktion erfolgt durch die europäische Zentralbank.

Die Null-Euro-Scheine wurden in Frankreich entwickelt, seit 2015 gibt es sie in ganz Europa. Auf der Vorderseite tragen sie immer Abildungen von regionalen Sehenswürdigkeiten oder berühmten Personen. „Auch in unseren Nachbarregionen gibt es bereits solche Scheine, die die Müngstener Brücke, die Wuppertaler Schwebebahn oder der Neandertaler zieren. Da lag es für uns natürlich nahe, auch ein solches Souvenir auf den Markt zu bringen“, so Kelter weiter.

In Sammlerkreisen erfreuen sich die Souvenir-Scheine großer Beliebtheit, und niedrige Seriennummern werden im Internet im zwei-, manchmal sogar dreistelligen Bereich gehandelt. „Wir verkaufen die Null-Euro-Scheine für fünf echte Euro in unserem Onlineshop unter www.dasbergische.de sowie im Altenberger Dom-Laden. Auch ohne großes Marketing konnten wir in den ersten Wochen bereits mehr als 500 Scheine verkaufen. Daher überlegen wir, zukünftig weitere Scheine mit charakteristischen bergischen Sehenswürdigkeiten, wie z.B. Schloß Homburg oder Panarbora, zu erstellen“, freut sich Kelter.

Mehr von RP ONLINE