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Notfallbetreuung in Wermelskirchen – Ü3-Gruppe dürfen zehn Kinder aufnehmen

Kindergärten in Wermelskirchen : Notfallbetreuung – Ü3-Gruppe dürfen zehn Kinder aufnehmen

Die Kindertagesstätten – acht städtische und weitere acht mit privaten/konfessionellen Trägern – sind vorbereitet. Die Stadtverwaltung in Wermelskirchen hat sich frühzeitig dazu entschlossen, auch die Kleinkinder berufstätiger Alleinerziehender aufzunehmen, obwohl dies nicht explizit in der Verordnung des Familienministeriums steht.

Ob es am Montag einen Ansturm auf die Notfallgruppen der 16 Kitas im Stadtgebiet geben wird, weiß Jugendamtsleiterin Barbara Frank noch nicht. Die Kindertagesstätten – acht städtische und weitere acht mit privaten/konfessionellen Trägern – sind aber vorbereitet. Zumal sich die Stadtverwaltung in Wermelskirchen frühzeitig dazu entschlossen hat, auch die Kleinkinder berufstätiger Alleinerziehender aufzunehmen, obwohl dies nicht explizit in der Verordnung des Familienministeriums steht. „Wir wissen aber überhaupt noch nicht, ob das genutzt wird, und was uns ab Montag erwartet“, sagt Frank. Denn es kommen weitere systemrelevante Berufe hinzu, die einen Anspruch auf eine Notbetreuung haben. „Wir rechnen schon mit einem Zuwachs, wissen aber nicht, in welchem Umfang.“ Es gebe noch keine Rückläufe, sprich Anträge von Berufstätigen. Die müssen eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers vorlegen. Ohne die können keine Mädchen und Jungen in der Notbetreuung aufgenommen werden. „Vielleicht kommen die Rückläufe auch auch Sonntag erst oder alle am Montag“, meint Frank. 81 Kinder (Stand Donnerstag) wurden zuletzt in den Kitas betreut. Zwischen zwei und 15 Kinder waren in den Wermelskirchener Kindergärten verteilt untergebracht. Frank: „Alle Kitas sind betriebsbereit und können Kinder nun aufnehmen.“

Ob nun die Gruppen vergrößert werden müssen, um noch mehr Kinder aufzunehmen, sei noch nicht abschließend geklärt, sagt die Jugendamtsleiterin im Gespräch mit unserer Redaktion. „Es gibt aber eine neue Fachempfehlung für die Jugendämter: Für den U3-Bereich bleibt es bei maximal fünf Kindern, bei Ü3 dürfen bis zu zehn Kinder betreut werden.“ Das sei jedoch in Wermelskirchen noch keine Praxis.