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Neue Hütten im Straußenfarm-Stadion in Dabringhausen

Fan-Shop in Dabringhausen : Neue Hütten im Straußenfarm-Stadion

Drei der ehemaligen Weihnachtsmarkt-Buden vom WiW haben einen neuen Standort im Stadion Höferhof gefunden. Sie dienen den Sportlern des DTV und den Besuchern in Zukunft als Kassenhäuschen mit Fan-Shop, Imbiss und Kiosk.

Der Großteil der vormaligen Weihnachtsmarkt-Hütten des Marketingvereins „Wir in Wermelskirchen“ (WiW) hat einen neuen Standort auf dem Rhombus-Areal gefunden (wir berichteten). Doch drei dieser Hütten in bergischer Fachwerk-Optik haben ein neues Zuhause im Straußenfarm-Stadion Höferhof gefunden. Sie dienen in der anstehenden Saison bei Heimspielen als Grillstand, Kiosk und Kassenplatz nebst Fanshop. Entsprechend wollen Kicker des Dabringhausener Turnvereins (DTV) die einst von WiW-Aktiven selbst gebauten Hütten auch „taufen“, erläutert Christian Tiede, Leiter der DTV-Fußball-Senioren-Abteilung, das Vorhaben. Imbiss, Büdchen und Kassenhäuschen sollen es demnach werden: „Wir schlagen damit gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe – letztlich wollen wir in erster Linie die Aufenthaltsqualität für Zuschauer und Fans erhöhen.“

Unmittelbar neben dem Block-Haus im Stadion hat eine Hütte ihren Platz gefunden, die Fläche davor wird in den nächsten Tagen noch gepflastert. „Darin installieren wir Grill und Fritteuse dauerhaft, den ständigen Auf- und Abbau ersparen wir uns so in Zukunft“, sagt Tiede: „Bis zum ersten Einsatz bauen wir in die Hütte noch eine Lüftungsmöglichkeit ein – mit einem zusätzlichen Fenster oder einer Art Schornstein.“ Unmittelbar auf Höhe der Mittellinie des 2017 eröffneten Höferhof-Kunstrasenplatzes haben die ehrenamtlich Aktiven mit dem Adler auf der Brust eine weitere „Weihnachtsmarkt“-Hütte an der Zuschauer-Tribüne aufgestellt. „Die dient dem Verkauf von Getränken und kleinen Snacks wie Schoko-Riegeln, Mini-Salami oder Erdnüssen“, berichtet Christian Tiede im Gespräch mit unserer Redaktion. Durch diesen Standort bräuchten die Besucher den Weg zum Blockhaus, den sie bisher für eine Cola oder ein Bier laufen mussten, nicht mehr gehen. Und in Corona-Zeiten würden kürzere Wege ja nun auch für weniger „Begegnungsverkehr“, den es zu verhindern gelte, sorgen, schätzt der 40-jährige Abteilungsleiter ein.

Die dritte Hütte, die der DTV mit Hilfe von Garten- und Landschaftsbauer Mario Berkey und dessen Fuhrpark transportieren und aufstellen konnte, begrüßt die Straußenfarm-Stadion-Besucher am Höferhof unmittelbar am Eingang. Dort befindet sich in Zukunft die Eintrittskasse, die coronabedingt erforderliche Registrierung der Besucher und der DTV-Fanshop. „Wir wollen auf dem Platz echtes DTV-Flair verbreiten, dazu gehört auch ein Fanshop“, ist Christian Tiede überzeugt. Deshalb gäbe es dort auch individualisierte Fan-Artikel: „Der Verein hat eine Transfer-Druckpresse angeschafft, mit der sich Trikots oder T-Shirts bedrucken lassen.“

Limitierte Kollektionen in den gängigen Größen beispielsweise mit dem DTV-Gründungsjahr 1878 als unterschiedlich designtes Motiv sollen einen weiteren Kauf-Anreiz schaffen. „Wir nutzen die Qualitätstextilien des bekannten Herstellers, in denen auch unsere Spieler kicken – also keine No-Name-Ware“, betont Christian Tiede. Natürlich solle durch die Maßnahmen der Umsatz des DTV erhöht werden, aber: „Wenn die Zuschauer begeistert sind und sich wohl fühlen, schlägt sich diese positive Stimmung genauso auf die sportlichen Leistungen der Kicker nieder.“

Damit wären die Anschaffungskosten für die drei Hütten (1500 Euro) und übrigen Aufwendungen eine Investition in die kommende Saison und die Zukunft des Vereins. Deshalb hätte die zwölfköpfige Freiwilligengruppe, die er um sich geschart habe, auch gleich die Terrasse des Blockhauses saniert. „Es ist ein gutes und wichtiges Zeichen für den Verein, dass Jugend- und Senioren-Fußball-Abteilung das alles gemeinsam gestemmt haben und zusammen nutzen können“, freut sich Christian Tiede. Ob und wann der DTV das gewünschte neue Vereinsheim am Straußenfarm-Stadion bauen könne, stehe schließlich in den Sternen: „Das wird noch dauern – es gibt zwar grundsätzlich positive Signale dafür, aber noch nichts Fixes.“