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Nasses Wetter dämpft Feierfreude beim Straßenkarneval in Dabringhausen

Platzverweise nach Streitereien und Schnittwunden : Nasses Wetter dämmt Auswüchse beim Straßenkarneval ein

Der Rosenmontag in Dawerkusen blieb zwar von Sturm verschont, zum kräftigen Feiern nach dem närrischen Lindwurm unter freiem Himmel lud das nass-kalte Wetter allerdings nicht ein. Mit  trinkfreudigen Narren, die auch mal über die Stränge schlagen, rechnen die Ordnungskräfte beim jecken Treiben allerdings immer.

Daher waren Mitarbeiter des Ordnungsamts und Kräfte der Polizei am Rande des Zugs im Einsatz. Doch solche Auswüchse wie in den Vorjahren gab es Stunden nach dem Zoch diesmal nicht. Das Wetter dämpfte wohl die Feierfreude beim Straßenkarneval.

„Alles ist sehr ruhig. Es gibt bei der Parallelveranstaltung vor der Kirche keine Auffälligkeiten. Mal sehen, wie es bei Einsetzen der Dämmerung aussieht“, sagte Ordnungsamtsleiter Arne Feldmann gegen 16 Uhr vor Ort auf Nachfrage dieser Redaktion. Deutlich mehr zu tun hatte das DRK-Team. 14 Patienten behandelten die Mitarbeiter nach Angaben Feldmanns bis 15 Uhr, besonders Schnittverletzungen waren an der Tagesordnung. Im Fokus der Teams des Ordnungsamtes standen Jugendschutzkontrollen, Minderjährige, die in und nach dem närrischen Getümmel zu Hochprozentigem greifen. Bis zum frühen Abend wurden doch eine Reihe alkoholisierter Jugendlicher vom DRK versorgt.

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Bis 17.35 Uhr musste die Polizei  sieben Platzverweise aussprechen. Einen aggressiv auftretenden,  stark alkoholisierten Mittdreißiger nahm die Polizei in Gewahrsam, zudem stellte sie zwei Strafanzeigen. „Eine wegen wegen Körperverletzung und eine Sachbeschädigung“, zog Frank Langer, der als Bezirksbeamter in Dabringhausen an diesem Tag Einsatzleiter war, eine vorläufige Bilanz. Schon am frühen Nachmittag hatte die Polizei drei jungen Streithähnen Platzverweise ausgesprochen. Insgesamt hätte es aber deutlich weniger Vorfälle als in den Vorjahren  gegeben. Fälle sexueller Belästigung von Frauen seien bis zum Nachmittag nicht gemeldet worden.

Ein 24-jähriger Karnevalist aus Wermelskirchen landete bereits am Sonntag in Wipperfürth in einer Polizeizelle. Er hatte im Festzelt auf dem Marktplatz randaliert. Als er auch gegenüber der Polizei aggressiv und verbal ausfällig wurde, wurde er festgenommen.