Wermelskirchen: Närrisches Volk feiert sein Dreigestirn

Wermelskirchen: Närrisches Volk feiert sein Dreigestirn

Prinz André I., Jungfrau Heiko I. und Bauer Peter I. führen durch eine kurze Session. Sie kündigen jetzt schon an, am Rosenmontag "die Kuh fliegen zu lassen" - jetzt ging schon mal der Spiegel der Jungfrau zu Bruch.

Bei seinem Auftritt mit dem Marius Müller-Westernhagen-Lied "Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz" flog tatsächlich Wäsche, die die Fans eigens für diesen Zweck mitgebracht hatten, auf die Bühne: Prinz André I. (Katzwinkel) führt das Dabringhausener Dreigestirn durch die neue Session. Gemeinsam mit Jungfrau Heiko I. (Winterhagen) und Bauer Peter I. (Rehbold) wurde der Wirt der Gaststätte Junker vor 650 Besuchern in der Mehrzweckhalle Dabringhausen proklamiert. Dem Dreigestirn steht bis Februar 2018 eine kurze Session bevor.

Die närrischen Regenten werden die Wochen bis zum Höhepunkt des Straßenkarnevals an Rosenmontag "die Kuh fliegen" lassen - daran besteht kein Zweifel. Unmittelbar nach der Proklamation rollte bereits das Zepter des Prinzen "herrenlos" von der Bühne und der Spiegel der Jungfrau ging zu Bruch. Das neue Dreigestirn stammt mit Bauer Peter und Jungfrau Heiko nicht nur zu zwei Dritteln aus Dhünn, sondern schert sich nicht allzu sehr um karnevalistische Normen. "Wir kommen immer zur Proklamation. Obendrein sind wir Freunde des Dreigestirns. Und wir Dhünnschen halten zusammen", zeigten sich Susanne Wissner und Rosa Geisler im Publikum begeistert. Die beiden Damen gehören zur Turn- und Sportgruppe des SSV Dhünn, die alljährlich beim Rosenmontagszug in Dabringhausen mit von der Partie ist. "Beim nächsten Umzug werden wir als Pink Ladys dabei sein. Unser Motto heißt dann ,Lieve Lück, lurt ens hin, hier kommen die Pink Ladys vom SSV Dhünn'", kündigte das heitere Frauen-Duo an.

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Dass das Motto des Dabringhausener Festausschusses "Unser Hätz pocht, wenn Dabringhausen kocht" nicht nur dahergesagt ist, bewiesen die neuen närrischen Regenten bei der Entgegennahme der Glückwünsche. Nach dem Ende des offiziellen Programms schien die Schlange der Gratulanten, die sich zum Bützen anstellten, kein Ende zu nehmen. Bei Prinz André, Jungfrau Heiko und Bauer Peter flossen dabei nicht nur Schweißperlen, sondern ebenso Freudentränen. Die Familie von Bauer Peter Rehbold hatte sich für die Proklamation sogar ein knallrotes T-Shirt bedrucken lassen - allen voran die Söhne des Bauern, Kevin und Roger. Beide gehören der Altstadtgarde an, Roger war selbst einst Bauer im Dreigestirn der Session 2014/2015. Die Vorderseite der T-Shirts verkündete: "Bei unserem Bauer brennt nichts an." Auf der Rückenseite prangten nicht ohne Stolz die vom Vornamen des Bauern abgeleiteten Worte: P rima Koch, E inmalig, T oll, E cht geil, R ehbold eben." Bürgermeister Rainer Bleek, der inzwischen zum dritten Mal die Insignien an die närrische Regentschaft überreichte, nahm das Motto der Dawerkuser Narrenschar mit Humor: "Ich bin mal gespannt, was es gleich zu Essen gibt."

Dass die Proklamation nicht auf den Tag genau (11. November) terminiert war, hat sich für den Festausschuss ausgezahlt. Am 11.11. wären vermutlich zu viele Besucher nach Köln abgewandert. "Wir sind sehr zufrieden. Mit gut 650 Gästen haben wir die Vorjahreszahl erreicht", bilanzierte Andreas Posingies vom Festausschuss.

(sng)
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